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197. Der Teufel hütet eine Buhlerin.
Wen sie zümb fenster aus thet schawenNach iren dreyen Pulen vmb,
60 Der dewffel sie Pein zopfen nümbVnd zueg sie hinein in die stüeben;
Wen sie sich schmücket auf die püeben,
Pestrich ir angstcht allenthalben [Bl. 114}
Mit varb vnd wolriechender salben,
65 So thet er ir drein deuffels treck,
Machz stinckent, das sis warst hinweck;
Wen sie püelprieff zv schreibn vürnumb,
So schüet er ir die dinten vmb;
Schickt sie ir maid zün püelen aüs,
70 So zug ers peim har widr ins Haus;
Kam den ir püelen ainer gschlichenIns Haus, gleich ainem dieb gedichen,
So warf er in die stigen ab,
Rais im die claidr vom leib herab75 Vnd vnter den awgen zerkraczt,
Mit hönworten sein spot vnd faczt.
Also driebe der dewffel aüsDie püeler, das kainer ins haüsMer kam, so thet er sie vexiren.
80 Nach dem fingens an zv hoffirenZv nachtz der frawen vor dem haüs,
Da warst der dewffl züm fenster nawsAuf sie alt Hefen, kachel vnd scherbenVnd trieb sie ab mit irem werben,
85 Verjagt die püeler all gemein.
Des lied die fraw gar haimlich Pein,
Das sie künd wenig Pfeil aufpringen.
Der dewfel irt sie in vil dingen.
Als der alt kawffman obgenant90 Widerümb haimhin kam zv lant,
Palt er ein rait vber den Hof,
Die fraw im nab entgegen lostVnd sagt: „Wilkümb mein lieber mon!
Dein huet wil ich noch lieber hon,
95 Den des dewffels, der hin ist plieben.
Ey, wie hat er ain schant getrieben [Bl. 114']