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1 (1893)
Entstehung
Seite
575
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196. Der karge Bauer mit seinem faulen Knecht, 575

196. Der karg pauer mit Hainczn, seimfaulen, gefressign knecht.

Grosenpüech da sas ein pawr,

Jj Ein filziger vnd karger laür,

Sach gern vil arbeitn vnd meng essn.

Er thet ins als in das maül messn,

5 Vnd speist sein gsind an allen ortenMit schlechter kost vnd güetten Worten.

Nün het er ains mals amen knecht,

Der fielt sich ainfeltig vnd schlecht,

Gleich sam halb alber vnd zerstrewt,

10 Stüedfaül vnd ain schalck in der hewt,

Der auch dem kargen pauren altGar oft mit gleicher müncz pezalt.

Ains dages soltens vmb ain wisenMit ainander einen zaün schliefen.

15 Als sie nün morgens sueppen äsen,

Der pauer eilet vber masen,

Das sie hinaüs kemen züm zeünen.

Knecht Haincz aber darob bet leinen.

Der pauer sprach: „Knecht Haincz, schick dich,

20 Das wir naüs kumen, so wil ichVor an lauffen, wil sein der has.

So sey dw Hund! lauff nach die strasVnd schrey: „Mueff! müeff! vnd peil mich an,Das wir also ain kurzweil hon!"

25 Die sach war schlecht, der paur loff vor,

War has; dem loff nach auf dem gsporKnecht Haincz vnd peylet wie ein hündVnd sties den pauern vmb zv stünd.

Der pawer sprach: „Wie mainstw das?"

30 Haincz sprach: „Ich Pin hünd vnd ir has,Derhalb ich euch darnider sties." [Bl. 104']

Der pawer sich nit mercken liesVnd het doch auf den knecht ein laün.

196. 8 12, Bl. 104. A 2, 4, 85 c = Keller 9, 365. Sprach-lich erneuert: Engelbrecht 2, 62. 8 hat 42 schnallen; 66 fiebert;165 hilsf; 175 ändert; 191 ander; vor 183 Beschlües.