5. Der Narrenfresser.
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Er sprach: „Mein Herr, ich bin der man,60 Die manner ich gefressen han,
Die selber waren Herr im haußVnd gingen darynn ein vnd ausVnd die weyber nicht fürchten thettenIn schlossern, dörffern, märck vnd stedten.
65 Darvon Hab ich mich lang genert.
Aber yetz hat es sich verkert.
Wo ich hungriger yetz hin geh,
Findt ich der manner wenig meh,
Die herschen in eym hauß alleyn.
70 Des müs ich lang vngessen sehn.
Also ich vmb gezogen binIn sehr vil landen her vnd hinBnd Hab doch hewer dises jarNoch kein gefunden. Glaub fürwar!
75 Derhalb bin ich so gar verschmorret,Verschmacht, verhungert vnd verdorret.
Wolt yetz auch in die stadt hinein,
Zu suchen auch die narung mein.
Ich bitt: Laß faren mich mit dir!
80 Vielleicht ein Peut gerattet mir.
So teyl ich dir mein narung mit."
Der feyst man sprach: „Ich darff sein nit;Ich Hab selber ein gätten HandelGenug, wo ich im landt vmb Wandel!"
85 Der dürr man sprach: „Du Werder gast,Sag, was du für ein narung hast,
Von wann du kumpst vnd wer du seyst!"Da sprach hinwiderumb der feyst: s3. Sp.]„So wiß! ich bin der narrenfresser90 Vnd saltz die ein in lere fesserEin grosse summ, der ich nit mag,
Ob etwan kämen Pose tag,
Das ich darnach zu essen het.
Wann wo ich kumb in marck vnd stett,
95 Da find ich meines wilpretz vil,
Dick, feyst vnd groß, wie ich nür wil,
Die fryß ich all in meinen rachen