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1 (1893)
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12
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5. Der Narrenfresser.

20 Ein ser erschröcklich, scheutzlich pild.

Sein lenge pey vier elen was,

Gantz vngehewer von glidmaß,

Gantz wimret, knocket vnd gantz knorret,

Sein haut gefalten vnd verdorret,

25 Sein äugen tieff, sein maul nicht klein;

Pleich, tödlich war die färbe sein.

Runtzlet, hencket waren sein Wangen,

Sein trüssel vntersich war hangen.

Sein halß war düer, harich vnd rauch.

30 Ein war gerümpffet im der pauch.

Dieser man saß an der weg scheid.

Mein Hertz das klopfst in hertzen leidt.

Da drabt ich gen der lincken HandEin holtzweg ein, mir vnbekant,

35 Dem grewlichen man zu entrinnen.

Als ich flog mit forchtigen synnen,

Sach ich ein wagen gen mir gan.

Darauff saß noch ein grösser man,

Sehr feyst vnd groß ober die maß,

40 Sein bauch gros wie ein füdrig vaß.

Der het ein sehr groß blutig maulStarck, breyt zeen wie ein acker gaul,

Sein kopff feyst, groß wie ein saltz scheyben.Ich dacht: Wo sol ich armer bleyben? [2. Sp.].45 So ich dem türren thu entgehn,

Fall ich dem seysten in die zen.

Ich floch zu rück, thet mich versteckenIn einer dicken doren Hecken.

Als ich vmbsah vnd mich versan,

50 Stund die Heck bey dem dürren manIm wald zu förderst bey der straß,

Bor dem ich erst geflohen waß.

Erst ward mein Hertz in engsten schwer.

Mit dem da für der feyst daher,

55 Der hielt stil bey dem dürren manBnd sprenget den mit Worten an:

„Sag an, mein freundt, was dir geprist,

Das du so dür vnd mager bist?"