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4. Das Schlauraffcnland.
Drey gröltzer einen Jochims Thaler.
Vnd welcher da seyn gelt verspilt,
Zwifach man jm das wider gilt.
Vnd welcher auch nicht geren zalt,
70 Wenn die schuldt wird eins Jares alt,
50 muß jm jener darzu gebn.
Vnd welcher geren wol ist lebn,
Dem gibt man von dem trunck ein patzn.Vnd welcher wol die leut kan fatzn,
75 Dem gibt man ein Plappert zu lohn.
Für eyn groß lüg geht man eyn Krön.Doch muß sich da hüten ein Man,
Aller vernunfft gantz müssig stan.
Wer synn vnd witz gebrauchen wolt,
80 Dem wurd keyn mensch im lande holdt,Vnd wer gern arbeyt mit der handt,
Dem verbeut mans Schlauraffen landt.Wer zucht vnd Erbarkeyt het lieb,Denselben man des Lands vertrieb.
85 Wer vnnütz ist, wil nichts nit lehrn,
Der kombt im Land zu grossen ehrn;Wann wer der faulest wirdt erkant,Derselb ist König inn dem Landt.
Wer wüst, wild vnd vnsinnig ist,
90 Grob, vnuerstanden alle srist,
Auß dem macht man im Land ein Fürstn.Wer geren ficht mit Leberwürstn,
Auß dem ein Ritter wird gemacht.
Wer schlüchtisch ist vnd nichtzen acht,
95 Dann essen, trincken vnd vil schlaffn,
Auß dem macht man im land ein Gräfin.Wer tvlpisch ist vnd nichffen kan,
Der ist im Land ein Edelman.
51 Wer also lebt wie obgenant,
100 Der ist gut ins Schlauraffen Landt,
Das von den alten ist erdicht,
Zu straff der jugent zu gericht,
Die gwönlich faul ist vnd gefressig,Vngeschickt, heyloß vnd nachlessig,