Druckschrift 
1 (1893)
Entstehung
Seite
9
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4. Das Schlauraffenland.

Die fallen dann inn Pach herab,

Das yederman zu essen Hab.

Auch gehen die Bisch inn den Lachn30 Gsotten, Braten, Gsulzt vnd pachnBnd gehn bey dem gestat gar nahen,

Lassen sich mit den henden sahen.

Auch fliegen vmb (müget jr glaub»)Gebraten Hüner, Genß vnd Taubn.

35 Wer sie nicht facht vnd ist so faul,

Dem fliegen sie selbs in das maul.

Die Sew all Jar gar wol gerat»,

Lauffen im Land vmb, sind gebratn.

Jede eyn Messer hat im rück,

40 Darmit eyn yeder schneydt eyn stückVnd steckt das Messer wider dreyn.

Die Creutzkeß wachsten wie die steyn.

So wachsten Bawern auff den bawmen,Gleych wie in vnserm land die pflaumen.

45 Wens zeytig sind, so fallens ab,

Jeder in ein par Stiffel rab.

Wer Pferd hat, wird ein reycher Mayer,Wann sie legen gantz körb vol Ayer.

So schüt man aus den Eseln Feygn.

50 Nicht hoch darff man nach Kersen steign,Wie die Schwartzper sie wachsten thun.

Auch ist in dem Land ein jungkbrun,

Darinn verjüngen sich die altn.

Bil kürtzweyl man im Land ist halt»:

55 So zu dem zyl schießen die gest,

Der weytst vom blat gewint das best;

Im lauffen gwindt der letzt alleyn.

Das Polster schlaffen ist gemeyn.

Ir Weydwerck ist mit Flü vnd Leusn,

60 Mit Wantzen, Ratzen vnd mit Meusn.

Auch ist im Land gut gelt gewinnen:

Wer sehr faul ist vnd schlefft darinnen,

Dem gibt man von der stund zwen Pfennig,Er schlaff jr gleych vil oder wenig.

65 Ein Furtz gilt einen Binger Haller,