Druckschrift 
Umrisse zu Goethes Faust : erster und zweiter Theil
Entstehung
Seite
9
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20. Blatt. Seite 157.

In der Mauer ein Andachtsbild der Natsr dolorosa; Blumenkrüge davor.Gretchen steckt frische Blumen in die Krüge.

Ach neige,

Du Schmerzenreiche,

Dein Antlitz gnädig meiner Not!

21. Blatt. Seite 162.

Valentin.

Ich glaub', der Teufel ficht!

Was ist denn das? Schon wird die Hand mir lahm.

Stoß zu!

Mephistopheles zu Faust.

Valentin fällt.

O weh!

22. Blatt. Seite 163.Uatrntin.

Ich sterbe! Das ist bald gesagtUnd bälder noch gethan.

Was steht ihr Weiber, heult und klagt?Kommt her und hört mich an!

23. Blatt. Seite 168.Söser Meist.

Ihr Antlitz wendenVerklärte von dir ab.

Die Hände dir zu reichen,

Schauert's den Reinen.

Weh!

Chor.

Huiä 8uin inissr Urne ckioturns?

Mrrtchen.

Nachbarin! Euer Fläschchen!

Sie fällt in Ohnmacht.

24. Blatt. Seite 170.

Faust, Mephistopheles und Irrlicht im Wechselgesang.In die Traum- und ZaubersphäreSind wir, scheint es, eingegangen.

Führ' uns gut und mach' dir Ehre!

Daß wir vorwärts bald gelangen.

In den weiten öden Räumen!

Seh' die Bäume hinter Bäumen,

Wie sie schnell vorüberrücken.

Und die Klippen, die sich bücken.

Und die langen Felsennasen,

Wie sie schnarchen, wie sie blasen!

25. Blatt. Seite 183.

Faust.

Mephisto, siehst du dortEin blasses, schönes Kind allein und ferne stehen?Sie schiebt sich langsam nur vom Ort,

Sie scheint mit geschloss'nen Füßen zu gehen.

Ich muß bekennen, daß mir deucht.

Daß sie dem guten Gretchen gleicht.

Fürwahr es sind die Augen einer Toten,

Die eine liebende Hand nicht schloß.

Das ist die Brust, die Gretchen mir geboten.

Das ist der süße Leib, den ich genoß.