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Umrisse zu Goethes Faust : erster und zweiter Theil
Entstehung
Seite
8
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Was saßt mich für ein Wonnegraus!

Hier möcht' ich volle Stunden säumen.Natur! hier bildetest in leichten TräumenDen eingebornen Engel aus;

Hier lag das Kind! mit warmem LebenDen zarten Busen angefüllt,

Und hier, mit heilig reinem WebenEntwirkte sich das Götterbild! u. s. w.

Mephistopheles tritt ein.Geschwind! ich seh' sie unten kommen.

13. Blatt. Seite 119.

Margarete

vor dem Spiegel, putzt sich mit dem gefundenen Schmuck auf.

Wenn nur die Ohrring' meine wären!

Man sieht doch gleich ganz anders drein.

Was hilft euch Schönheit, junges Blut?

Das ist wohl alles schön und gut,

Allein man läßt's auch alles sein;

Man lobt euch halb mit Erbarmen.

Nach Golde drängt.

Am Golde hängt

Doch alles. Ach, wir Armen!

14. Blatt. Seite 123.Margarete.

Ach, seh Sie nur! Ach, schau Sie nur!

Mart he putzt sie heraus.

O du glücksel'ge Kreatur!

15. Blatt. Seite 124.

Mephistopheles leise zu Marthe.

Ich kenne Sie jetzt. Mir ist das genug;

Sie hat da gar vornehmen Besuch.

Verzeiht die Freiheit, die ich genommen.

Will nachmittags wiederkommen.

16. Blatt. Seite 138.

Margarete

pflückt eine Sternblume und zupft die Blätter ab, eines nach dem andern. (Halb laut.)

Er liebt mich liebt mich nicht.

17. Blatt. Seite 140.

Margarete.

Bester Mann! von Herzen lieb' ich dich!

18. Blatt. Seite 147.

G reichen am Spinnrade allein.Meine Ruh' ist hin.

Mein Herz ist schwer;

Ich finde sie nimmerUnd nimmermehr.

19. Blatt. Seite 153-154.

Gretchen fragt besorgt, ob der Trank der Mutter auch nicht schaden werde, während derhorchende Mephistopheles, infolge des von Gretchen früher ausgesprochenenWiderwillens hinsichtlich seines widrigen Gesichtes, sich am Kinn fassend, hämisch spricht:

Mein Mäskchen da weissagt verborgnen Sinn.