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Umrisse zu Goethes Faust : erster und zweiter Theil
Entstehung
Seite
7
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Ein tiefer Blick in die NaturHier ist ein Wunder, glaubet nur!

Nun zieht die Pfropfen und genießt!

AUr

indem sie die Pfropfen ziehen und jedem der verlangte Wein ins Glas läuft.

O schöner Brunnen, der uns fließt!

7. Blatt. Seite 97.Mephistopheles.

Irrtum, laß los der Augen Band!

Und merkt euch, wie der Teufel spaße.

8. Blatt. Seite 103.

Faust sicht immerfort in den Spiegel. Mephistopheles, sich in dem Sessel dehnend undmit dem Wedel spielend, fährt fort zu sprechen.

Mephistopheles.

Hier sitz' ich, wie der König aus dem Throne:

Den Zepter halt' ich hier, es fehlt nur noch die Krone.

Die Tiere, welche bisher allerlei wunderliche Bewegungen durcheinander gemacht haben,bringen dem Mephistopheles eine Krone mit großein Geschrei.

O fei doch so gut,

Mit Schweiß und mit BlutDie Krone zu leimen!

Sie gehen ungeschickt mit der Krone um und zerbrechen sie in zwei Stücke, mit welchen sie

herumspringen.

Nun ist es geschehn!

Wir reden und sehn,

Wir hören und reimen!

Faust gegen den Spiegel.

Weh mir! ich werde schier verrückt.

Mephistopheles, auf die Tiere deutend.

Nun fängt mir an fast selbst der Kopf zu schwanken.

9. Blatt. Seite 109.

Die Hexe mit vielen Ceremonien schenkt den Trank in eine Schale; wie sie Faust an denMund bringt, entsteht eine leichte Flamme.

Mephistopheles.

Nur frisch hinunter! Immer zu!

Es wird dir gleich das Herz erfreuen.

Bist mit dem Teufel du und du,

Und willst dich vor der Flamme scheuen?

10. Blatt. Seite 111.Faust.

Mein schönes Fräulein, darf ich wagen.Meineil Arm und Geleit Ihr anzutragen?

I I. Blatt. Seite 114.

Margarete, ihre Zöpfe flechtend und aufbindend.Ich gab' was drum, wenn ich nur wüßt'.

Wer heut der Herr gewesen ist!

Er sah gewiß recht wacker aus.

Und ist aus einen: edlen Haus;

Das könnt' ich ihm an der Stirne lesen

Er wär' auch sonst nicht so keck gewesen.

12. Blatt. Seite 115.

Faust

in Gretchens Zimmer, setzt sich aus den ledernen Sessel am Bett.

O nimm mich auf! der du die Vorwelt schonBei Freud' und Schmerz in offnen Arm empfangen!

Wie oft, ach! hat an diesem Väterthron

Schon eine Schar von Kindern rings gehangen! u. s. w.

Er hebt den Vorhang auf.