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Backwoods — Bacon.
sich seiner als Taufchmittel, weshalb der Reisendein den bezügl. Theilen Sibiriens damit versehensein muß.
Backwoods (engl., d. i. Hmterwälder), dieUrwälder in dem noch nicht cultivirten Theil vonNAmerika, welche von Indianern bewohnt wer-den; daher heißen diejenigen Europäer, welche injenen Wäldern besonders der Jagdabenteuer wegenleben, Backwoodsmen.
Bacler d'Albc, Louis Albert Ghislain,Baron de B. d'A., Maler u. Ingenieur-Geograph,geb. 21. Oct. 1762 zu St. Pol; lebte seit 1782zu Sallanches, wo er Alpengegenden malte; 1796ging er von da als Freiwilliger mit der sranz.Armee nach Italien, diente als Osfizier bei derArtillerie, zeichnete sich bei Arcole aus, ward überBonapartes topographisches Bureau als Chef ge-setzt, begleitete den Imperator auf allen Feldzügen,trat 1814 als Brigadegeneral aus dem activenDienste, ward aber in den 100 Tagen Director desKriegsdepots zu Paris; nach Ludwigs XVIII.Rückkehr verlor er diese Stelle u. st. zu Livres12. Sept. 1824. Geschätzt sind seine militärischeKarte von Italien in S4 Blättern (Paris 1802 ),sowie auch zwei von ihm ausgeführte Gemälde:die Schlacht von Arcole u. der Tag vor der Schlachtvon Austerlitz; auch historische Gemälde hinterließB., so den Tod des Paris, die Wanderung desKönigs Ödipus; endlich gab er Souvenirs pitt.äs 1a Suisss, Paris 1818, ä'LspaZns, 1824,u. v. a. Kunstwerke heraus.
Bacmeister, 1) Georg Heinrich JuliusFriedrich Karl Justus, hannov. Staatsmann,geb. 1805 in Lüneburg; studirte feit 1824 in Hei-delberg u. Göttingen die Rechte u. war seit 1828als Auditor im Jnstizfache an mehreren OrtenHannovers thätig; 1833 wurde er Assessor anderJustizkanzlei in Göltingen u. stand anfangs aufSeilen der Verfassungstreuen; nachdem er sich je-doch sodann der königlichen Auffassung des Grund-gesetzes zugewendet hatte, wurde er 1842 Justiz-ralh in Hannover, 1843 zum Retardatensenat inCelle committirt u. 1845 Hilfsarbeiter im Justiz-ministerium u. Mitglied des Staatsrathes für dieAbtheilung der Competcnzconflicte. Der von ihmausgearbeitete Entwurf einer Civilproceßordnnng,in welchem von der Öffentlichkeit u. Mündlichkeitabgesehen war, kam nicht zur Einsührung, wurdeaber doch in Beziehung auf das materielle Pro-ceßrecht die Grundlage zu der Gesetzgebung von1850. Im I. 1851 wurde B. Oberstaatsanwaltu. Mitglied der Ersten Kammer; in dem Mini-sterium nach der Thronbesteigung Georgs V.,Nov. 1851, übernahm er das Portefeuille desCultus u. statt dessen im folgenden Jahre Las derFinanzen, trat aber im Nov. 1853 zurück. Erst1856 wurde er wieder als erster Beamter zu Lehein den Staatsdienst berufen u. 1858 Mitglied derCommission für die Jnstizorganisation; 1862 wurdeer Landdrost der Provinz OFriesland in Aurichu. 21. Oct. 1865 Minister des Innern. Seit derEinverleibung Hannovers lebt er wieder in Göt-tingen. 2) Adolf, verdienter Schriftsteller, der,abgesehen von seiner Thätigkeit als Redacteur,namentlich auch mittelhochdeutsche Gcd'chte neu-deutsch wiederzugeben u. mittelhochdeutsche Sagen-
stoffe zu popularisiren suchte, geb. 1825 zu Eß-lingen; studirte Philologie u. Theologie, nahm cmdem badischen Aufstande theil u. saß mehrere Mo-nate im Gefängniß, lebte dann längere Zeit alsPrivatlshrer, trat 1864 in die Redaction derAugsb. Mg. Ztg. ein, der er 7 Jahre lang an-gehörte. Die Beilage dieses Blattes verdankt ihmeine große Reihe werthvollcr Beiträge. i8?iwurde er Redacteur des Auslandes, trat aber indemselben Jahre aus Gesundheitsrücksichten Wiede-zurück, lebte in Rosenheim am Inn, zuletzt inStuttgart, wo er 25. Febr. 1873 starb. Scho»1856 gab er ein Liederbuch für die Jugend her-aus, 5. Ausl., Heilbr. 1866 ; 1850 das Nibclnngen-Lied, für die Jugend bearbeitet, Stuttg.; 1860 dieGndrnn, neudeutsch bearbeitet, Reutlingen; 1861Freidanks Bescheidenheit, neudeutsch bearb., Reutl-1861 Fizions Chronica u. Grindiliche Beschreibungdes Heiligen Römischen Reichs Statt Reüttlingen,Erster Anfang, Stuttg. 1862; Ortsnamen in Würt-temberg, 1864 (brachte ihm den Doctorgrad derphilosophischen Facnltät in Tübingen ein). AlsErzählungen für das Volk bearbeitete er: DieGcsch. v. Walther u. Hildegund, Reutl. 1864, n.die Königstochter Gndrnn od. die schöne Wäscherin,Reutl. 1866 ; 1867 erschienen seine AlemannischenWanderungen: I. Ortsnamen der kelt.-röm. Zeit,Slav. Siedelnngen, Stuttg.; dann: MargaretMores Tagebuch 1522—35, Paderb. 1870; Ger-manistische Kleinigkeiten, Stuttg. 1870 rc.; ansdein Lateinischen übersetzte er des Tacitns Ger-mania, Stuttg. 1868, u. Agricola, das. 1872; dieOden des Horaz, das. 1871; den Juvenal, das.1873. Eine Gesammtausgabe seiner Werke durchKlaiber erscheint in Stuttgart. Aus seinem Nach-laß erschienen Keltische Briese (durch Keller best),Straßb. 1873.
Bacon, 1) Roger, berühmter englischer Scho-lastiker, geb. 1214 bei Jlchestcr in der GrafschaftSomerset. Er stammte aus einer adeligen Fa-milie, die ihr bedeutendes Vermögen in den Bür-gerkriegen der Zeit einbüßte. Nachdem er auf derUniversität Oxford das Trivium durchgemacht, be-gab er sich 1233 nach Paris, wo er zuerst dasQuadrivinm mit großem Eifer studirte. Er schloßsich hier besonders an einen einsam lebenden pi<cardischen Gelehrten, Pierre de Moericourt, an,der sich in einem abgelegenen Laboratorium mitnaturwissenschaftlichen Untersuchungen u. Verfer-tigung nützlicher Werkzeuge beschäftigte und ausgriechischen, arabischen und hebräischen BüchernAlchemie, Mathematik, Opiik u. Medicin studirte.Nach vollendetem Quadrivinm erwarb B. die theo-logische Doktorwürde und kehrte dann 1240 nachOxford zurück, wo er aus Rath des gelehrten Bi-schofs Robert Grossetbte in den Dominicanerordeiitrat. Er hielt nun an der Universität vielbesuchteVorlesungen, worin er besonders Mathematik,Mechanik, Optik, Astronomie u. Chemie lehrte;auch unterrichtete er in der griechischen, hebräischenu. arabischen Sprache. Er erhielt bald den Bei-namen Ooetor mirabilis, gerieth aber zugleich mden Verdacht der Zauberei u. machte sich seinemOrden außerdem durch seine rücksichlslvfe Polemikgegen theologische Autoritäten verhaßt. Als 12->SRobert Grossetete starb, wurde B. bald untersagst.
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