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Azrael — B.
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rK ich lebe, weil Menschen u. Thiere darinnickt leben, d. h. nicht athmen können; also gleich-bedeutend mit Stickstoff. Azotischer Mineral-dünger, ein von Baumann dargestellter Kunst-dünger; soll sich für jeden Boden u. für alle Pflanzeneignen, des. aber eine gute Wirkung auf die inTopfen gezogenen Pflanzen u. auf Saaten Her-vorbringen.
Azrael, Todesengel der Araber.
Azteken, Stamm der Eingebornen von NAme-rika, welcher, Anfangs des 13. Jahrh. von N. herin das von den Tolteken verlassene Mexico ein-dringend, dasselbe in Besitz nahm, im I. 1325die Stadt Tenochtitlan (Las heutige Mexico) grün-dete, zu Anfang des 15. Jahrh. den Tezkukanernhilf, den diese beherrschenden Stamm der Tepa-neken zu vernichten, das Reich derselben zum Lehnfür die Hilfe erhielt u. unter der Regierung tüch-tiger Fürsten (namentlich der Montezuma) sichrasch zur Blüthe entwickelte. Darauf schlossen dieA. mit den Tezkukanern u. dem kleinen Reichevon Tlakopan ein Bündniß, das bis in den An-sang des 16. Jahrh. dauerte. Bei Ankunft derEuropäer 1519 hatten die A. ihre Herrschaft amAtlant. Ocean von 18—21°, am Stillen Oceanvon 14—19° n. Br. ausgedehnt, wurden abervon den Spaniern unter Cortez (1519 —1540)unterjocht u. als Volk vernichtet. Nachkommender A. leben zwar noch zahlreich unter den heu-tigen Mexicanern zerstreut, ihre Eigenthümlich-klten sind jedoch gänzlich verwischt. Nur inGuatemala finden sich noch unter dem NamenRahuatl einige Überreste, die ihre Originalität u.Sprache bis auf den heutigen Tag bewahrt haben.Die meisten Ortsnamen im jetzigen Mexico sind«Mischen Ursprunges. Näheres unter Mexico.
Azuni, Domin. Antonio, Rechtsgelehrter,geb. 3. Aug. 1749 zu Sassari; erst Advocat, dannHandelsrichter in Nizza, wurde er, als Nizza fran-
zösisch geworden, in Paris bei Abfassung desHandelsgesetzbuches verwendet u. dann Präsidentdes Appellationshofes zu Genua; nach NapoleonsSturze einige Zeit ohne Anstellung, berief ihn KarlFelix von Sardinien in das Oberconsulatstribunalin Cagliari, wo er 23. Jan. 1827 starb. A.machte sich besonders verdient um das Seerechtdurch seine Werke: gistsma universale äsixrinoipiäsl äiritto marittimo äsll'Luropa, Triest 1798;von ihm selbst franz. bearbeitet, Par. 1805, 2 Bde.,u. sein OriAius et propres äu äroit st äs laIsKisIaticm maritime, Par. 1810; außerdem vonihm Beiträge im Diviouario äella Kiurispruäsimamereantils, Nizza 1786—88, 2. A., Livorno 1822.
Azur, 1) so v. w. Lasurstein. 2) So v. w.Ultramarin. 3) (Frz. Kien ä'avur) Gewöhnlichdunkelblaues Kobaltglas, Smalte, fein gemahlen;s. u. Blau. Azurn (A-blau), himmelblau.
Azurstein, so v. w. Azur.
üvfga (üvxgos) vena, so v. w. unpaarige Benein der rechten Seite der Brust, welche die obereund untere Hohlvene mit einander verbindet.4,2/gos uvulas, unpaariger Zapfenmuskel, einGaumenmuskel zum Heben des Zäpfchens; sieheGaumen.
Azijgie (v. Gr.), Unverbundensein, Ehelosigkeit.
Azymon (gr.), ungesäuertes Brod (s. Brod);daher Azymrten (lat. lpermsntarii), Name, wo-mit im 11. Jahrh. die griechischen Christen dieabendländischen, sowie die Armenier u. Maronitenbenannten, da sie beim Abendmahl ungesäuertesBrod gebrauchten.
Azzo, Herr v. Canossa; ward 962 unter KaiserOtto I. Markgraf v. Reggio u. Modena, weil erdie Wittwe Lothars, Adelheid, in sein Schloßausgenommen u. gegen Berengar H. vertheidigthatte; er war Urgroßvater der Markgräfin Ma-thilde von Toscana.
Azzolino, so v. w. Ezzelino.
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B, 1) als Buchstabe: in den meisten Alpha-beten der 2. Buchstabe (im Runenalphabet der13.) u. der 1. Consonant: weicher Lippenlaut,ber mit leichter Öffnung der Lippe ausgesprochen>vwd. Im Hebräischen heißt er Beth ( 2 ), unddaraus ist der griechische Name Beta (L, ^) ent-standen. In allen indogermanischen Sprachen,außer den germanischen, pflegen im Allgemeinenber urverwandten Wörtern die Lippenlaute sichgenau zu entsprechen, so daß z. B. griechischem bauch lat., sanskr., zend., pers., slav., lith. (lest.)b entspricht, ebenso dem griech. p ein p jenersprachen, dem griech. xll ein sanskr. dir, ein>at. k, während manche Sprachen, weil sie die-hprraten verloren (s. Lspiratas), dafür ein t>Ngen- Die germanischen Sprachen außer demdochdeutscheu zeigen dagegen statt griech. u. s. w.? km p, statt griech. x ein k, statt griech. xll ein»- Streng-althochdeutsch tritt statt goth. x ein xir,
k ein, goth. k bleibt k, goth. 1) wird x. Vgl.griech. Läunabis, altnord, baupr (engl, llswp),althochd. bauak, neuhochd. Hanf; griech. püs, Gen.poä-äs, lat. pes, Gen. peä-is, goth. Mus (engl,ivot), althochd. Inov, neuhochd. Fuß; griech. pIieZös,lat. kaAus, goth. bölca (?) (engl, besetz), althochd.puotztza, neuhochd. Buche. (Genaueres s. unterLautverschiebung.) Nach m ist neuhochd. öftersein i> verstummt; vgl. z. B. goth. lamb (wie auchnoch engl, geschrieben, aber nicht mehr gesprochenwird), althochd. lamp, neuhochd. Lamm. Nament-lich nach 1 u. r ist neuhochd. öfter i> aus v ent-standen, z. B. in gelb, mittelhochd. xsl, Gen.Mltvss (engl, yellow, dessen rv jetzt stumm);neuhochd. falb (u. fahl), mittelhochd. vai, Gen.valwss; vgl. auch Wittib, neben Witttve. Ro-manisches v hat sich zu tz verhärtet iu Abenteuerfranz. aventure. 2) Als Zahlzeichen: a) imGriechischen und Hebräischen ist u. 2 — 2;