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Bd. 2 (1875) Arabische Sprache u. Literatur - Baumöl
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Back Backen.

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selbst wird ebenfalls B. genannt, das gemeinsameEßgeschirr Backsgeschirr; wie schließlich dasWort B., im Sinne von Napf, anch auf jede Artvon kleineren Gefäßen übertragen wird. 5 ) BeiVerbindungen in der Seesprache bedeutet dasWort gewöhnlich rückwärts, z. B. Backsegel,wenn der Wind die Segelfläche von vorn trifft u.somit die Wirkung des Segels auf das Schiffeine rückwärtstreibende ist; B. liegen, wenn einTheil der Segel des Schiffes back gebraßt ist u.das Schiss daher rückwärts treibt, während dieanderen Segel vorwärts ziehen, mithin das Schiffzum Stillliegen gezwungen wird; Backstags,diejenige Richtung, welche mit der Kiellinie nachrückwärts einen Winkel von ungefähr 45" oder4 Kompaßstrichen bildet. 6) Backbord heißt diezur Linken liegende Seite des Schiffes, wenn mannach dem Vorderthcil hinsieht, weil der Steuer-mann, das Ruder mit der Rechten haltend, denRücken nach der linken Seite wendet. In allenvorkommenden Verbindungen, wie: B-bord-Ge-schütze, B-bord-Wache, B-bord-Brassen rc., be-zeichnet es daher das bezügliche, zu dieser Schiffs-seite gehörige Material.

Back, George, britischer Seefahrer, geb. 6.Nov. 1796 in Stockport; trat 1808 in die Marineu. machte mit Franklin u. Richardson die Reisenach der NKüste Amerikas; 1821 avancirte erzum Lieutenant u. 1825 zum Commandeur. Umden Kapitän Roß, der von seiner Reise nach denarktischen Hochlanden nicht zurückkehrte, aufzusuchen,reiste er im Febr. 1833 mit dem WundarzteKing u. drei anderen Personen nach Amerika abu. segelte am 28. Juni von Norway House, woer noch 16 Mann angeworben, nach dem Nordenab. Am 8. Aug. erreichte er Fort Resolution amGroßen Sklavensee u. entdeckte den Thlewischoch(Fischfluß), seitdem Backstrom genannt, den Wal-deslei- u. Artillerie-See. Er überwinterte amGroßen Sklavensee, u. obgleich er im April 1834die Nachricht erhielt, daß Roß geborgen sei, be-schloß er doch, seine Reise sortzusetzen. Am 29.Juli erreichte er jenseit eines Vorgebirges, daser Cap Victoria nannte, das Eismeer (67° 11'n. Br., 94° 30' w. L.). Weiter westlich vorzu-dringen, wurde er von dem Eise verhindert; dasentdeckte Land nannte er König-Wilhelms-Land.Er überwinterte 183435 im alten Quartier,setzte 1835 u. 1836 auf dem Schiffe Terror seineForschungen im Eismeere fort, fror aber im Aug.1836 im Eise fest, ans dem er sich erst nach Jah-resfrist wieder freimachen konnte. Ende 1837langte er wieder auf Irland an, von wo er sichnach London begab. Er erhielt 1839 die Ritter-Würde, avancirte 1857 zum Contre-, 1863 zumViceadmiral u. 1867 zum Admiral. Er schrieb:Rs.iig.tivs ok tüo ^rotio I-anä Lxxeäition to tüsAoutü ok büs Oioat Risii or Raek River, Lond.1836 (deutsch von Andres, Lpz. 1836), u. Hs-riat.ok tüs Rxp. in R. Ll. 8Iiip Isiror nncksitnüsnvckü a Vier? io AsvAiaxineal Discovery on iüsBrette Stiorss in 183637, ebda 1838.

Backbein, bei Thieren so v. w. Oberschenkelbein.

Backbord, s. u. Back 6).

Ssooleea I-., nach Abrah. Bäck (st. 1795, SinnesFreund u. Leibarzt des Königs von Schweden)Pierers Universat-Conversations-Lexikon. 8. Aust. I

benannte Pflanzengattung aus der Familie derMyrtaceen (VIII, 1 ), mit 5spaltigem Kelche, 5rundlichen Blumenblättern n. mehrfächeriger, viel-samiger Kapsel; Sträucher mit kleinen weißenBlüthen u. immergrünen gegenständigen Blättern,zum Theil bei uns als Zierpflanzen im Zimmeroder Treibhause. Arten: L. Irntssosns Fm., miteinzelnen Blüthen u. stark riechenden Blättern, inChina; 8. virxata Am., mit baldigen Blüthen u.puuktirten Blättern, in Nen-Caledonien; L. äsnsi-lolia Km. u. L. saxieoia in Neu-Süd-

Wales u. a, m.

Backen» 1) (lat. Lnooas, Anat.) die Seiten-theile des Gesichtes, von Nase u. Mund an zurAugenhöhle, zum Ohr u. Unterkieferrande jederGesichtshälfte. Sie werden gebildet von der hierbesonders feinen u. durchsichtigen äußeren Haut,die sich in den Lippen noch mehr verfeinert u. nachinnen in die Mundschleimhaut continnirlich über-geht. Zwischen dieser äußeren u. inneren Haut-bedecknng liegen die zur Bewegung dienendenMuskeln, der B-(Trompeter-)muskel (Lneoi-nutor); er ist platt, geht vom Ober- u. Unter-kiefer nach deni Mundwinkel, wird vom Ausführ-ungsgange der großen Speicheldrüse durchbohrt u.ist bei allen willkürlichen Bewegungen der B.,Singen, Sprechen, Blasen, Kauen rc., besondersauch beim Blasen musikalischer Instrumente, wirk-sam. Ferner die B-arterie (4rtsris. duocina-toria), Zweig der inneren Maxillararterie; gehtin den B-mnskel. Die B-venen (Vens-o dnoei-natoiias), eine obere n. eine untere, die sich indie Gesichtsvene ergießen. Der B-Hautnerv(Rsrvns sndontansus malao), Ast von dem oberenMaxillarnerv; geht Lurch die Augenhöhle u. eineigenes Loch des B-beines zur Gesichtsfläche. DerB-muskelnerv (Backennerv, Nervus bneoiua-torins), Zweig des oberen Astes des drittenHauptzweigcs des 5. Hirnnervs; geht zum B-muskel u. zu mehreren B-theilen. Die B-drü-sen (tAanänIas bneealss). kleine Speicheldrüsenin der B-gegeud. Die Bezeichnung B. kommteigentlich nur den betr. Theilen des menschlichenGesichtes zu, bei Thieren werden sie wenigstensnicht als eigene Theile unterschieden. Sie sindin ihrer Röthe n. Fülle oder Blässe u. Erschlaff-ung vorzugsweise der Ausdruck körperlicher Ge-sundheit n. der Gemüthsbewegungen. EineneigenenLiebreiz erhalten jugendliche Gesichter, besondersbeim Frohsinn u. Lächeln, durch das sich bildendeBackengrübchen. Unter einem dicken B. verstehtman die Anschwellung der weichen Theile derBackengegend des Gesichtes. 2 ) Die fleischigenMuskeln am Hintertheil des Menschen- u. Thier-körpers, s. Fußmuskeln. 3 ) Gewisse Theile,welche, den Kinnbacken vergleichbar, Körper fest-halten. So die B. des Schraubstockes u. derKluppe zum Gewindeschneiden.

Backen nennt man im Allgemeinen d,e Ope-ration des Austrocknens eines Stoffes in höhererTemperatur, um demselben eine gewisse Festigkeitoder die gewünschte Trockenheit zu ertheilen. Sospricht man vom B. der Ziegelsteine (das manbesser Brennen nennt), dem B. der Cocons beider Fabrikation der Seide, das dazu dient, die indem Cocon eingesponnene Puppe zu tödten, u. s. w.

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