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Bachot — Back.
Merkwürdig: 1) Reinhard, Sohn des Bor.,geb. 1575 zu Leipzig; war seit 1613 Prof, derPolitik u. spater der Recht- zu Heidelberg; ward1622, von dort vertrieben, Katholik, später wiederProtestant n. st. 1635 (nach And. 1640) in Hei-delberg; schr.: Os pi^novldns et k/xotbsom,Franks. 1656; Os aetionibns, ebd. 1657; 6oin-msnimrius in I. xartsin panäsotsrum, Speyer1630, Stuttg. 1661; Oowmsnt. in Iii>. IV. In-stitution., Franks. 1628, 1661 u. 1665 u. m. a.2) Joh. Friedrich, der Sohn eines Pächtersin Tonna, geb. 17.Febr. 1643 in Gotha; studirteseit 1660 in Gotha die Rechte, wurde 1665 Lehrerdes Erbprinzen in Gotha n. begleitete denselben1667/8 auf Reisen. Als der Erbprinz 1672 dieRegierung über Altenburg erhielt, wurde er seinRath, 1680 Geheiinrath, 1689 Kanzler und Rc-gierungsdirector u. 1698 Geheirnrathsdirector;1683 war ihm sein Adel ebenfalls erneuert und1691 die Freiherrnwürde verliehen worden; erst. 27. Oct. 1726.
Bachot (fr.), Kahn;, Laoiwtsur, Fährmann.
Bachschtsch, vgl. Bakhschisch.
Bachstelzen (LlotaeiUicks.8 Familie
aus der Ordnung der sperlingsartigen Vögel;ausgezeichnet durch den schlanken Körperbau, denziemlich langen, an der Spitze eingeschnittenenSchnabel, 9 Handschwingen, den vorn getäfeltenLauf und den langen, ausgerandeten Schwanz.Sie zerfallen in: a.) Pieper (s.d.z^nblms Leofist.),die 8 ersten Schwingen gleich lang, u. k>) eigent-liche Bachstelzen (NotaoiilaO.), die zweite u.dritte Schwinge am längsten; der lange, mit-unter körperlange Schwanz ist schmalfederig undabgestutzt, doch sind die beiden mittleren Federndie längsten; Männchen und Weibchen oft kaumzu unterscheiden; ändern nach Alter, Jahreszeitund Heimath stark ab; finden sich am Wasser,nisten am Boden, in Baum- oder Felshöhlen;leben ausschließlich von Jnsecten, laufen danachaus dem Boden umher u. wippen dabei oft mitdem Schwänze (daher Wipp st erz, Wipp schwänzgenannt). In ihrem gewandten und schnellenFluge beschreiben sie ausgeprägte Wellenlinien.Die 3 deutschen Arten sind Zugvögel: au) DieWeiße Bachstelze (N. atba O.), 20 ein lang;infolge der abstechend weiß - schwarz - bläulich-grauen Färbung allgemein bekannt; liebt dieNähe des Menschen u. wird fern von der Culturnicht gesunden. Zankt sich fortwährend mit Ihres-gleichen, Tauben u. a. Vögeln; verfolgt in Massegrößere Raubvögel; fliegt im September heer-denweise fort und kehrt gegen Ende Februar bisAnfangs März zurück; nistet in Gebäuden oderhohlen Bäumen, brütet dreimal; Eier fast weiß,mit zahlreichen kleinen grauen Fleckchen. Wirth-schaftlich wichtig ist sie nicht, db) Die Gebirgs-bachstelze (N. boarula Lsnir.), 9 bis 10 omlang; Rücken aschgrau, Bürzel grün-gelb, Unter-seite schwefelgelb; Männchen mit schwarzer Kehle;im Jugend- und Winterkleide weißlich; gehörtdem Mittelgebirge und Hügcllande an. oo) DieGelbe Bachstelze (LI. fiava. O.), Rücken vliven-grün; interessant die Abänderung der Scheitel-färbung der alten Männchen, infolge derenman zahlreiche Varietäten unterschied; ökonomisch
Stäbchen), Al-der Diatomeen,einzellige Algen,
nicht wichtig. Die beiden bei uns häufig vor-kommenden Arten: die Graue sNobaeitla sspz) „die Gelbe (N. Kava) Bachstelze, leben nur vonJnsecten, sammeln in den Furchen hinter demPfluge fleißig Maden, Engerlinge u. Würmer uhalten sich aus gleicher Ursache häufig in der Näbeder Viehheerden auf. ^
Bachtegan, See, f. Baktegan.
Bachtiaren, Volk, so v. w. Bakhtiari.Bachur (Bocher), bei den Juden ein Jüng.ling, der zum Talmudstudium zugelassen ist.Bachweidenfest, s. u. Laubhüttcnfest.Baciccio (Bacciccio), Giovanni Battistaitalien. Maler, geb. zu Genua 1639; st. 1709-'studirte in Rom, zog die Aufmerksamkeit Alexan-ders VO. auf sich u. führte in römischen Kirchenzahlreiche Deckengemälde aus, auch große allego-rische Compositionen, wobei er sich als Meisterim Colorit bewährte.
öacillama (v. lat. baeitlum,gengattung aus der Ordnunglinealische, prismatisch-vierseitige,anfangs zu Tafeln oder Bündeln vereinigt, spätergegen einander verschoben. Sie haben einenKieselpanzer u. finden sich häufig als grüne Masseaus stehenden Gewässern. Fossil wurden sie vonEhrenberg bereits in den Feuersteinen u. anderenkieseligen Niederschlägen, dem Bergmehl u. demKieselguhr nachgewiefen.
Bacillen (v. lat. baeilli), 1) Stäbchen, welchedie alten Mathematiker, z. B. Nepper (daherauch Neppersche Rechenstäbchen), bei Berechnungenbrauchten. 2 ) (Laeuli) Aus einem durch Anstößeneines Arzneistoffes mit Traganthschleim, Stärke-mehl u. dgl. gewonnenen Teige geformte Stäb-chen, z. B. die weißen oder mit Safran gelbgefärbten Süßholz-B. (L. üguiritias). L. »älornaesm, Ofenlack. 3 ) Die sehr stark lichtbrechen-Len Palissaden der sogenannten Släbchenschicht derNervenhaut des Auges, s. Osiina.Bacillenkraut ist maritima Fpr.
öaoillus (Stäbchen), I) (röm. Ant.) der Stabder Lictoren. 2) Stab oder Cylinder, über denein Buch ansgerollt war, s. Buch. 3 ) Das strauch-artige, becherförmige Laub der Flechten. 4)Zwiebel-chen an der Basis der Dolde einiger Lauchartenn. in den Kapseln mehrerer Amaryllisarten. 5)Jnsect, s. u. Gespenstheuschrecken.
Back, 1) Holland, u. plattdeutsch Behälter dermannigfaltigsten Art, namentlich hölzerne Schus-seln. 2) Ein ans manchen Schiffen, auf dem Ober-deck vor dem Fockmaste hergestellter Ausbau, zumZwecke der Erleichterung der im Buge des Schiffeszur Bedienung desselben, bezw. der Takelage er-forderlichen Arbeiten; auf Handelsschiffen gewöhn-lich auch gleichzeitig als Wohnraum für die Mann-schaft benutzt. Backsgasten, auf Kriegsschiffendie Mannschaften der zu obigen Arbeiten bestimm-ten Abtheilung (s. Schiffsrolle). 3) 35 ^
Größe wird die Bemannung eines Schiffes mAbtheiliingen von 4—14 Mann, Backen (I-Schiffsrolle) emgetheilt, von welchen l-de emceigene Tischgesellschaft bildet, bei der dem Baas-älresten die Aufsicht, dem abwechselnd bestimmten Backschaft die Besorgung der gemeinsamTisch- rc. Angelegenheiten obliegt. 4) ^er