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Bd. 2 (1875) Arabische Sprache u. Literatur - Baumöl
Entstehung
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Mdet nach der Weise ihrer Entstehung: Regen-Wild-) oder Gießbäche, welche, gewöhnlichaanz seicht, durch Regengüsse oder durch dieSchneeschmelze anschwellen, u. Gletscherbäche,welche durch das aus Gletschern schmelzendeWasser gespeist werden; nach dem Orte ihresLaufes: Waldbache, meist Gießbäche in Wäl-dern, u. Steppenbäche, welche in Wüsten sichin den Sand verlieren; nach der Art ihres Laufes:Faulbäche, die in Niederungen mit wenig Fallu. ganz langsam fließen, u. Sturz- (Rausch-)bliche, welche auf Höhen fließen u. an manchenStellen jäh herabstürzen u. Fälle bilden; wennsich dabei das Wasser in Staubregen auslöst, soheißen sie Siaubbäche. Nach der Art ihrer Be-nutzung heißen die Bäche auch Floß -, Schwemm -u. Mühlbäche. Sehr oft haben sie keinen beson-deren Namen; oft bilden sie die Quellarme vonFlüssen oder Strömen. Manche Bäche sind fürdie Industrie von großer Wichtigkeit, indem sieoft für Hunderte von Werken (Mahl- und Sage-mühlen, Eisenhämmer, Schleifereien rc.) die Trieb-kraft abgeben.

Bach, 1) eine aus Preßburg in Ungarn stam-mende Tonklinstlerfamilie, deren Haupt, Veit B.,im 16. Jahrh. in Folge religiöser Beeinträchtig-ung nach Thüringen iibersiedelte u. aus der über Musiker hervorgegangen sind, von denen vielezu den berühmtesten 'Meistern dieser Kunst zählen:1) Johann Christoph, geb. 1643 zu Arn-stadt, berühmter Orgelspieler u. Contrapunktist;war seit 1665 Organist zu Eisenach u. st. 31. März1763. 2 ) Johann Sebastian, der berühm-teste aus der Familie, geb. 21. März 1685zu Eisenach, wo sein Vater Joh. Ambrosius(geb. 1645, gesk. 1695) Hof- u. Rathsmnsicuswar; wurde 1703 Hosmusicus in Weimar, 1704Organist zu Arnstadt, 1707 zu Mühlhausen, 1708Hosorgruist u. 1714 Concertmeister zu Weimar,1717 Kapellmeister in Köthen, endlich 1723 Can-lor an der Thomasschule in Leipzig u. Musikdi-rectvr an der Thomas- u. Nicvlaikirche; st. hier28. Juli 1750; 1842 wurde ihm daselbst vor derThoinasschule ein Denkmal gesetzt. B. ist derVater der deutsch-protestantischeu Kirchenmusik,größter Meister des Contrapunktes u. der Fuge,des Orgel- u. Klavierspiels; setzte u. A. 5 Jahr-gänge Kirchenmusiken aus alle Sonn- u. Festtage,Motetten, Oratorien, darunter das Weihnachts-oratorium (1734), die Matthäus- u. Johannes-Passion, Messen, unter welchen die große in Ll-moll,das Magnificat, Orgel-, Klavier- u. Jnstrumental-compvsitionen, die er zum Theil selbst in Kupferstach; die Passionsmusik nach dem EvangelistenMatthäus, von 1729, wurde 1829 durch F. Men-delssohn-Bariholdy zur Anerkennung gebracht.Überhaupt war es erst der Neuzeit Vorbehalten,du wahrhaft großen Verdienste B-s um die deutscheMusik richtig zu würdigen; dieselben können mit-Mcksicht auf die in Süßlichkeit u. schwelgerischenVum versunkene Zeit, in der B. lebte, überhauptnicht hoch genug angeschlagen werden. B. ragtm dieser Zeit wie ein Fels empor, der mit eher-ner Stimme seine Mitwelt wieder zur Wännlich-tm, Ernst ». Selbstzucht aufforderte, u. in diesem«imie steht ihm gleichzeitig eine hohe kulturge-

schichtliche Bedeutung zu. In Joh. Sebastian B.muß die Nachwelt nicht nur einen der erstendeutschen Musiker, sondern, was ebenso viel, einender besten deutschen Männer ehren. Der Vor-wurf zu großer Starrheit und zugleich melodiöserManierirtheit, der den Meister getroffen, muß vordem alles durchdringenden Grnndcharakter seinerSchöpfungen: Hoheit u. Macht, in Winzigkeit ver-stummen, wenn er nicht ganz und gar auf Rech-nung des Zeitgeistes zu setzen ist. Nach seinemTode erschien: Die Kunst der Fuge, in 24

Exempeln entworfen, Lpz. 1758. Von den Compo-sitionen für Orgel u. Klavier erschienen öfterAusgaben; die Choralgesänge gaben außer seinemSohns (s. Bach 5) Kirnberger (Lpz. 178487,4 Bde., letzter Abdruck 1832) u. Becker (Lpz.1843) heraus. Zur Herausgabe seiner sämmt-lichen Werke bildete sich bei Gelegenheit der-cnlarfeier seines Todes 1850 zu Leipzig die B.-Gesellschaft, die bereits ihren 20. Jahrgang ver-öffentlicht hat. In neuester Zeit gewinnt dieBachsche Musik auch im Auslände, bes. in Eng-land, mehr», mehr Eingang. Lebensbeschreibungn. Lebensbilder von B-s Sohne Karl Phil.Emanuel u. von Agricola (in Mizlers Mu-sikäl. Bibliothek (1754 IV. 1); von Forkel, Lpz.1803; von Großer, 1829 u. öfter aufgelegt; vonSchauer, Jena 1850; von Hilgenfeld, Lpz. 1850;von Bitter, Bert. 1865, 2 Bde.; Spitta, Lpz.1873, Bd. I. Unter B-s 11 Söhnen zeichnensich aus: 8) Wilhelm Friedemann, der äl-teste, geb. zu Weimar 1710, berühmt als Orgel-spieler; war erst Organist in Dresden, dann inHalle; dem Trünke ergeben, zog er nnstät umher,bis er in Dürftigkeit zu Berlin 1. Juli 1784 st.Eine neue Ausgabe seiner Compositionen für Or-gel u. Klavier, sowie Kirchenmusiken besorgteWiedemann, Hamburg 1842. 4 ) Karl Philipp

Emanuel, der Berliner oder Hamburger B.,geb. zu Weimar 14. März 1714; studirte inLeipzig die Rechte, wurde 1740 Kammermuficusin Berlin u. gehörte zur musikalischen UmgebnngFriedrichs II.; wurde 1767 Musikdirector in Ham-burg u. st. daselbst 14. Sept. 1788; schr.: Ver-such über dis wahre Art, das Klavier zu spielen,Berl. 1759, 2. A. 1762, 2 Bde., 3. Ansg., Lpz.1787 f., u. zahlreiche Compositionen: Sonaten,Rondos, Kirchenmusiken, das Oratorium: dieIsraeliten in der Wüste; Selbstbiographie in Bnr-neys Musikal. Reisen; Bitter, Karl PH. Ein. u.Wilh. Fried. B., Berl. 1870, 2 Bde. 5) Joh.Christoph Friedr., der Bückeburgsr B., geb.zu Leipzig 1732, Kapelldirector zu Bückebnrg;st. 1795; setzte Sonaten, Lieder, GerstenbergsAmerikanerin, Lpz. 1773 u. 1774. 6) Joh.Christian, der Mailänder oder Englische (Lon-doner) B., geb. 1735 zu Leipzig; 1754 Organistin Mailand, 1759 Kapellmeister in London; st.1782; setzte u. a. die Opern: Cato, Orion,Adrian in Syrien, Orpheus, Themistokles, Oa,olsmoiwa, cli Laixions. 7 ) Wilh. F-riedr.Ernst, Sohn Joh. Christoph Friedrichs (5), geb.27. Mai 1759; wurde 1798 Kapellmeister derKönigin Luise von Preußen; legte 1810 seineStelle nieder u. st. 25. December 1845, als derletzte Sprößling der Familie zu Berlin. Er