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3 akademischen Graden in allen Facultäten; denRang des Kaelislior-os-lsttrss muß jeder vorErlangung der Doctorwürde, außer in der Philo-soph. Facultät, erwerben. In England wird dieWürde eines Laciislor entweder durch förmlicheCreirung (dann IVrmsck Ls-ekolor), oder durchbloße Überreichung des Diploms (dann OurrsntLaebslor) ertheilt. Es gibt dort auch B. derMusik. Seitdem das Wort zur Bezeichnung einer-akademischen Wurde gebraucht worden ist, hat esdie Form Baccalaurens angenommen (belor-beerter, von Laoos, laursa). 5) Ein junger nn-verheiratheter Mann, bes. in England.
Baccanari und Baccanaristen, s. Paccaua-risten.
Baccarat, Stadt im Arr. Lnneville des fran-zösischen Dep. Meurthe u. Mosel, an der Menrtheund der O-Bahn; bedeutendste Krystallwaaren-fabrik in Frankreich, 1766 gegründet, mit 1700Arbeitern; Kohlen-, Holz- und Getreidehandel; inder Nähe Eisenwerke; 5036 Ew.
Bacchanten, 1) so v. wie Bakchanten. 2) NachEinigen von daodmri, schwärmen, od. von bsoa-mrs, ein angehender Student, od. von vakantes,Müßiggänger), im 14. bis 16. Jahrh. fahrendeSchüler, die von einer Schule zur anderen zogen,förmliche Gesellschaften bildeten, wobei die jüngerenSchüler für denLebensunterhalt sorgen (betteln, auchstehlen sschießenj mußten). Seit der Reformationkam das Unwesen mehr u. mehr in Abnahme.Daher Bacchantia, im Mittelalter eine Schule.
Laockariz L., Pflanzengatt. ans der Fam. derCompositen (XIX. 2), immergrüne Bäume undSträucher mit einzelnen oder gehäuften weißlichenBlüthenköpfchen, meist in S- u. NAmerika. L.Imliinikolia lUi, nordamerik. Strauch, der einengelben Farbstoff liefert; 8. Oiosooriäis li^., ausder Levante, soll die aromatische 8. der altenGriechen sein, welche dem Bacchus geweiht war.8. Mnistslloläes in den Anden Perus
u. Bolivias, mit dreiflügeligen Stengeln u. ganzkleinen, fast schuppenartigen Blättern, sowie 8.venosa Des., ebenfalls in Peru, die auf der Ober-fläche harzig-klebrig ist, werden nach Martins inihrer Heimath als Mittel gegen Wechselfieber ge-braucht. Für den Gärtner ist diese ganze Gattungwenig lohnend.
Bacchus» so v. w. Bakchos.
Bacciarelli, Marcello, Maler, geb. 1731in Rom; kam 1750 an den Hof des KönigsAugust III. nach Dresden u. Warschau; war seit1764 für Maria Theresia in Wien beschäftigt u.lebte dann wieder in Warschau, wurde General-director der königlichen Bauten u. geadelt. 1787bereiste er Italien und Frankreich und starb 1818zu Warschau. Correctheit der Zeichnung, reicheComposition, glänzende Draperien n. frisches Coloritzeichnen seine zahlreichen Gemälde aus. Im Mar-morsaal des Warschauer Schlosses malte er diepolnischen Könige von Boleslaw Chrobry bisStanislaus August; im Rittersaal Scenen ausder polnischen Geschichte und im Concertsaal my-thologisch-allegorische Darstellungen; im Dom eineJungfrau mit dem Kinde, Johannes dem Täuferu. dem hl. Stanislaus; ferner König StanislausAugust auf dem Todtenbette in Petersburg und
Baccanari — Bach.
Napoleon 1807 zu Dresden, Polen eine Verkältung gebend. Die Zahl seiner Porträts belauOsich tn die Hunderte. n
Wacciochi, 1) Felice Pasquale, ach. i»Mai 176-2 in Ajaccio, Sohn eines Obersten voiiarmer adeliger Familie; wohnte den FeldzügenBonapartes als Capitän u. Adjutant in Italienbei und rückte, nachdem er 1797 BonapartesSchwester, Maria Anna Elise, geheirathet hattenach und nach zum Obersten herauf, wurde Prä-sident des Wahlcollegiums der Ardennen, 1804Senator und durch die Verleihung an seine Ge-mahlin 1805 Fürst von Lucca u. Piombino, so-wie von Massa, Carrara u. Garfagnana (1806)Nach Napoleons Sturz aller Würden verlustigging er mit seiner Gemahlin 1815 nach Öste,-!reich u. lebte in Triest, wo seine Gemahlin 1820starb; er selbst st. in Bologna 27. April 1841 .2) Maria Anna Elise, Gattin des Vor.'s. u. Bonaparte. 3) Napoleone Elise, Toch'.ter der Vor., geb. 3. Juni 1806, vermählt 1825mit dem Grafen Camerata; 1830 von demselbengetrennt, lebte sie erst in Jllyrien und seit 1852in Paris, wo sich ihr Sohn Napoleon, GrafCamerata, geb. 1827, der sich dun Seedienstegewidmet hatte und Referendar im Staatsrathewar, am 3. März 1853 erschoß. Sie starb 3.Februar 1869 auf ihrem Schlosse Rour-el-Ouetin der Bretagne, den größten Theil ihres Ver-mögens dem kaiserlichen Prinzen, Sohn Napo-leons III., hinterlassend. 4) Ihr Neffe, GrafFelice, Sohn des Fürsten von Lncca, Felice B.,u. der Elise Napoleon, geb. in Ajaccio 1803;kehrte nach dem Sturze des ersten Kaiserreiches1814 nach Corsica zurück u. studirte dann in Pnau. Aix. Vor 1848 ward er als Verwandter derNapoleoniLen von diesen mit mehreren Missionennach Deutschland u. Rußland betraut, entfloh nachdem Putsch von Boulogne 1840, ward 1848Oberst der Nationalgarde zu Ajaccio u. nach Na-poleons III. Erhebung auf den Thron dessen Or-donnanzoffizier u. erster Kammerherr, sowie In-tendant der Hoftheater n. Hoskapelle, dann 1863Generalintendant aller Theater u. 1866 auchSenator; er st. 23. Sept. 1866 in Paris.
Baccio della Porta, II kracke genannt, ital.Maler, geb. 1469 zu Savignano bei Prato inToscana, Schüler Cosmo Rossellis, Leonardo daVincis und Rafaels, vertrauter Freund Geron.Savonarolas; ward nach dessen Tode unter demNamen Fra Bartolomeo zu Prato 1500Dominicaner, setzte aber nach kurzer Unterbrechungseine Kunst fort; er st. 1517 zu Florenz, wo dieMehrzahl seiner Bilder sich befindet. An Groiz-artigkcit der Formgestaltung u. Schärfe der Cha-rakteristik steht er über allen seinen Vorgängern.Werke in der Galerie Pitti in Florenz, im Louvrezu Paris u. in Lucca. .
Bacenis (a. Geogr.), Waldgebirg m Ger-manien, Theil des Hercynischen Waldes; schied dieSueven von Len Cheruskern, hieß noch mtMittelalter Bocauna (Buchouia), jetzt die Wesc»-gebirae u. der Harz. . , ,
Bach, fließendes Wasser, von geringer ^eseu. Breite. Bäche entstehen theils aus Quellen,theils aus Regen- oder Thauwasser. Man unie.-