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Bachamsel — Bache.
schr.: ein Oratorium, Cantaten, Sonetten, Sym-phonien rc.
Nicht zu dieser Familie gehören: 8) JohannAugust, juristischer Schriftsteller, geb. 1721 zuHohendorf in Sachsen; ward 1750 Professor zuLeipzig u. st. 1758: schr.: Historrn zurisxrucksn-tias rom-, Lpz. 1754 (neue Ausg. von Wenk,«bd. 1822 ); Unparteiische Kritik über jurist.Schriften, ebd. 1750—55, 6 B.; Opuseuin alliristoriam zrrrwprnckent. vpsob., Halle 1767.O) Aug. Wilh., geb. zu Berlin 4. Oct. 1796;ward 1816 Organist an der Marienkirche, 1832Direktor des Musikinstituts u. Mitglied der Aka-demie der Künste; schr. u. a.: Orgelstücke, Lpz.,3 Hefte; Der prakt. Organist, Berl., 4 Hefte;Chvralb. für das Gesangb. u. Ausz. daraus, ebd.;Vokalmusik mit Begleitung der Orgel zu einerkirchl. Todtenfeier, Lpz.; das Oratorium Boni-facius; erst.29.Aprill869inBerlin. 10) Alexan-der, Freiherr v. B., österreichischer Staatsmann,geb. zu Loosdorf in Niederösterreich 4. Jan. 1813,Sohn eines Justizamtmanns, später Advokatenin Wien; studirte daselbst die Rechte u. übernahm,nachdem er längere Zeit bei der kaiserl. Kammer-procuratur (Krouanwaltschast) prakticirt u. größereReisen, auch nach dem Orient, gemacht, nach desVaters Tode dessen Advokatur. In der Politikliberalen Grundsätzen huldigend, nahm er u. a.an der Gründung des juridisch-politischen Lesever-eins Antheil, in welchem sich die hauptsächlichstenVertreter der freien Richtung zujammenfanden.Mit dem Ausbruche der Märzrevolution 1848 inWien wurde seine politische Thätigkeit eine aus-gebreitetere. Als einer der Vertreter des Advo-catengreminms wurde er, bereits auch Mitglieddes provisorischen Wiener Gemeindeausschusses, inden verstärkten ständischen Ausschuß berufen, ver-mittelte zwischen diesem u. dem Hofe u. war indieser Eigenschaft auch mit thätig an dem Ent-würfe der durch kaiserl. Bekanntmachung vom15. März angekllndigten Constitution, sowie erauch unter dem Ministerium Pillersdorf sich be-reits indirekt an den Staatsgeschästen betheiligte.Als dieser am 18. Juli weichen mußte, übernahmer im neuen Ministerium die Justiz. Vom Wie-denviertel in den Constituirenden Reichstag ge-sendet, trat er zu der aus konservativen u. jlavi-schen Elementen gebildeten Majorität u. mit allerEntschiedenheit für Las Veto des Kaisers denReichstagsbeschlüssen gegenüber ein, sowie in derGrundeigenthumsentlastungs-Frage für die Über-tragung dieser Entschädigung auf die Frohn-pflichtigen; nn Übrigen aber verfocht er die Neu-gestaltung Österreichs. Während der Wiener Oc-tobertage begab er sich in das Lager des GeneralsAuersperg u. dann, nachdem das mißliebig ge-wordene Ministerium entlassen worden war, nachSalzburg. Am 21. Nov. 1848 erhielt er jedochim Ministerium Schwarzenberg - Stadion wiederdie Justiz u. nach Stadions Austritt im Mai1849 die innere Verwaltung, an deren Spitze er28. Juli 1849 als Minister des Innern trat.In ersterer Stellung betheiligte er sich an derAuflösung des Reichstages zu Äremsier, an derVerfassung vom 4. März 1849, Len Maßregelngegen Ungarn, entwarf das provisorische Preßge-
setz, das Veremsgesetz, hob die Patrimonialqerichteauf u. führte die Ablösung durch; als MiMerdes Innern aber vollendete er die Organisationder politischen Verwaltung der Kronländer sowieder Landesverfassungen u. der Landtagswahlord-nungen u. förderte den Abschluß des Concordatsu. daran sich knüpfende Gesetzgebungen. Im F1854 in den Freiherrnstand erhoben, mußte er21 . Aug. 1859 sein Portefeuille aufgeben uwurde nun Botschafter in Rom, wo er bis 186kblieb. B., der einstige Volksmann, galt seit1849 als der eifrigste Vertreter des absolutistisch-klerikalen Princips. 11) Eduard, Bruder desVor., geb. 21. Der. 1814; wurde 1854 ebenfallsin den Freiherrnstand erhoben, war erst Statt-halter in Österreich ob der Enns, wurde 1854—55Civilgouverneur in den Donausürstenthümerndann wieder Statthalter von Österreich u. darausin Kram. 12) Otto, Componist, geb. 1833 zuWien, Schüler Sechters; wurde 1866 Theater-'Kapellmeister in Augsburg, 1868 Direktor desMozarteums zu Salzburg; schr. eine Symphonie,Festmesse, die Opern Sardanapal, Die Liebesprobe,ein Streichquartett u. a.
Bachamsel, so v. w. Wasserschwätzer.
Bachälltch, Stadt im Kreise St. Goar despreuß. Regbez. Koblenz, am linken Rheinufer u.der Rhein. Eisenbahn; Laubsägensabrik, Weinbau,Weinhandel, der jedoch seit Herstellung eines sicherenFahrwassers im Bürger Loch bedeutend abgenom-men hat, Schifffahrt, Fischerei; 1690 Ew. Dabeidie alte Burg Stahleck (1156—1253 Sitz der Psalz-grasen); im Rhein ein nur bei niedrigem Waffer-stande sichtbarer Stein (^rg, Laooiü, der Sage nacheine dem Bacchus geweihte Opferstelle zur Römer-zeit), dessen Erscheinen ein gutes Weinjahr au-zeigen soll; die Heileseninsel (der Familie vonHeiles gehörig) u. die Ruinen der Wernerskirche.Das Wilde Gefährt, eine gefährliche Stelle imRhein, ist seit 1850 durch Sprengung beseitigt.B., wahrscheinlich römischen Ursprunges, kommtals Stadt zuerst 1368 als Besitzthum der Psalz-grafsn bei Rhein vor. Der einträgliche Rhein-zoll (Goldner-Zoll) war sonst kaiserlich, dann kur-psälzische Rente. B. war sonst Kölnisches Lehnu. von da dem Grafen Goswin v, Stahleck über-lassen; kam durch Goswins Sohn Hermann anKonrad, Bruder des Kaisers Friedrich I.; dochblieb es ferner bei der Pfalzgrasschaft, u. der Bi-schof von Köln genoß dort noch mehrere Rechte.Im 30jährigen Kriege wurde es achtmal vonSchweden, Spaniern u. Franzosen erobert u. ge-brandschatzt; 1688 besetzten es die Franzchen,plünderten 1689 die Stadt u. brannten das schloßnieder. Stahleck gehörte der verstorbenen Königm-Wittwe Elisabeth von Preußen.
Bacharacht, Therese v., s. u. Lützow.
Bachbunge, so v. w. Veronioa Pseabunga 1-.
Bache, das weibliche Wildschwein.
Bache, Alexander Dallas, berühmter norv-amerikauischer Ingenieur, geb. 19. Juli lbOv mPhiladelphia von deutschen Eltern; besuchte m->
1825 die Vereimgteu-Staaten-Militarakadenne u.
war bis 1829 Jng-meur-LieMeuaiit, wmh- °annProfessor der Pbysik u. Chemie an der U>nv-r>Evon Peunsylvanieu, Präsident des Gward Eoueg