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Baarvorrath — Babbage.
v. Fürstenberg, zugleich Landgrafen vonderBaar,abzweigten. Heute heißt die B., auf der B., inBaden die weite Hochebene der Donauquellen, inWürttemberg das Gebiet des oberen Neckar vonSchwenningen bis gegen Spaichingen.
Baarvorrath ist der Vorrath am baaremGelde; im kaufmännischen Geschäfte bildet er denGegensatz zum Waarenbestande, zu den Werth-papieren und zu den Schuldposten. Auch der B.braucht übrigens nicht Eigenthum des Besitzers zusein, er kann vielmehr auch nur in fremden De-positen bestehen. Die Bankgeschäfte müssen fürihre Geschäftszwecke stets einen bestimmten B., dadas Geld hier den Charakter einer Waare hat,bereithalten, außerdem aber auch wol für dieausgegebenen Werthe einen bestimmten Betragan baarem Gelde, oder doch entsprechende Werthezur Sicherstellung der Gläubiger. S. auch d.Art. Reservefonds. Den Bestand des Reichs-Kriegsschatzes bildet fast nur sein B. (40 Mil-lionen Thaler).
Baas (holl.), so v. w. Meister; auch im nord-westl. Deutschland bes. in der Schissersprache indieser Bedeutung gebräuchlich.
Bab (arab.), Thor, Pforte; daher Hof einesFürsten; kommt auch häufig in Ortsnamen vor,wie Bab el Mandeb re.
Bab, Stifter der Babi (s. d.).
Baba (pers. u. türk.), Vater; bes. Ehrentitelfrommer Geistlichen, auch aus Höflichkeit anderenPersonen beigelegt.
Baba, im Volksglauben bei den Slaven einübernatürliches Wesen, dessen Bedeutung schwerzu ermitteln ist. Höchst wahrscheinlich hat sie ur-sprünglich eine unmittelbare Herrschaft über dieSeelen, schickt sie in die irdische Welt u. empfängtsie, wenn sie nach dem Tode von dort zurückkehren.B-s Herrschaft wird auf den Himmel, wo ihr Sitzist, u. auf die Natur ausgedehnt, die sie belebt.In der fortgesetzten Entwickelung der Mythen wirdsie einerseits als ein wohlthätiges, lebenspendendes,anderseits als ein schädliches, bösartiges, todbrin-gendes Wesen gedacht: Zolota B. u. Jaga B.,u. hat also Verwandtschaft mit Holde u. Berchta.B. wird einerseits als lebensspendende Göttin, alsdie Gebärerin der Welt, speciell als Schutzgöttinder Geburten ursprünglich aufgefaßt, u. mag wolheute noch jede heilkundige Frau u. jede Geburts-helferin aus diesem Grunde bei den Slaven B.genannt werden. Aber anderseits gilt sie un-gleich häufiger als verderbenbringend u. heißtJaga-B.; raubt den Regen, die Milch, Schätze; istgleichbedeutend mit dem Drachen oder mit Mar-zana, der Todesgöttin; wird als häßliches Weib,mit struppigem Haar, mit langer Nase u. großenZähnen u. Brüsten, mit Kuhhaut bedeckt, vorge-stellt, welches, eine Ruthe od. einen Besen schwin-gend, in einer eigenthümlichen Behausung beiSturm u. Wind durch die Lüfte jagt. Bei denCzechen u. Polen heißt die schwarze Regenwolkebaba; in weißrnssischen Sagen jagt die Lada denHelden als schwarze Wolke nach. Daß die B. auchals kinderfressendes unholdes Wesen gedacht wird,daß sie als eine Hexe austritt, die nach dem Blocks-berge durch die Lüfte sährt, daß hin u. wieder einBerg beiden Slaven Labia Lora heißt, vermnth-
kch mit Blocksberg gleichbedeutend, sind qewikspätere Umgestaltungen des ursprüngl. Mythus
Babadagh (Babadutschi, d. i. der Berg desVaters), 1) feste Hptst. der Dobrntscha im DonauGouvernement der Europ. Türkei, zwischen Gebirgenu. von Sümpfen umgeben; mehrere Moscheenhohe Schule; Bäder, Wasserleitung; in der Nahedas Grab des heiligen Baba, wohin viel gewall-sahrtet wird; 10,000 Ew. (Bulgaren, ArmenierTataren, Griechen, Inder u. Türken). LebhafterHandel durch den Hasen Kara-Erman (Hirman)am Schwarzen Meere, von dem die Stadt etwa45 Lin entfernt ist. Sultan Bajesid I. siedeltehier eine Colonie von Tataren an u. erbaute 1395eine Veste u. große Moschee. Die Stadt ist inder Kriegsgeschichte viel genannt: 1624 Sieg derGrobuzischen Tataren über die Türken; 25. Oct.1771 Eroberung der St. durch die Russen, ebenso1791 durch Kutusow, nachdem er die türkischeArmee geschlagen, endlich 1809 durch Platow;am 27. März 1854 wurde es vergebens von denRussen beschossen. 2 ) Gebirg im südwestl. Klein-asien , der alte Kadmos, von dem eine AnzahlFlüsse dem linken Ufer des Mäander Zuströmen.
Babäos, Patriarch von Ktesiphvn-Seleucia amEuphrat (seit 496). Auf der von ihm versammel-ten Synode von Seleucia (498) sagte sich die ganzePersische Kirche als Nestorianisch von der orthodoxenKirche des Römerreiches los. Sie nannten sichchaldäische Christen wegen ihrer Kirchensprache.Der Patriarch erhielt den Titel Jazelich, Katho-likos. Er st. 503.
Babarczy, Anton, Freiherr von, ungarischerStaatsmann, geb. 1813 in Ofen; studirte dieRechtswissenschaften u. ward 1832 Notar, späterStuh-lrichter in Csonzrad, 1840 Secretär u. 1847Rath der kgl. Statthaltern; im Reichstage von1847—48 tpar er als Vertreter des CsongrLderComitats ein'Hauptsprecher der conservativen Par-tei; im März 1848 fugte er sich jedoch der herr-schenden Strömung u. ging sogar am 15. April1848 mit als Depnrirter des Reichstages nachWien, um vom Kaiser ein selbständiges ungarischesMinisterium zu erwirken. Darauf zog er sich insPrivatleben zurück u. trat erst wieder öffent-lich hervor, um bei dem Einzuge Windischgrätz'in Pest das Amt eines k. k. Civilcommissars fürPest u. den Jazyger District zu übernehmen.Mit dem Abzüge der k. k. Truppen aus Pest,am 23. April 1849, gab er seinen Posten daselbstauf, kehrte aber dann mit Haynau als Oberver-pflegnngscommissar der Armee zurück u. wardnach der Wiederherstellung des Friedens Ober-civilcommissar des Landes.
Babas, aus dem Geschlechts der Makkabaer;seine Söhne waren Anhänger des Antigonos u.erschwerten dem Herodes die Belagerung Jerusa-lems; sie wurden nach derselben durch Kostobar10 Jahre lang verborgen, endlich durch Salome,Kostobars geschiedene Gattin, verrathen u. hmge«richtet. Mit ihnen erlosch das Geschlecht rerMakkabäer. ^
Babatagh, 1) so v. wie Babadagh. ^) <se-birg in Natolien, s. Tyfendagh. ^
Babbage, Charles, englischer M-thema nkerii.. Mechaniker, geb. 26. Decbr. 1792 zu T g