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dem andern wieder heraus. Choris ist mir darin ein gnimüthiger,treuer, unermüdlicher Lehrer, erlebt aber seine Schande an mir.Hinter Teneriffa soll es besser werden. Ich gestehe, dass ich eswie ein Zahnausreißen verschiebe — kann man unter diesem süd-lichen Himmel, vor diesem schönen Mond, vor diesen schönen Ster-nen, worin man der ungekannten Lust zu athmcn sich hingiebt, wohlrussisch lernen?
Du schwitzest wohl schon bei dem Worte „afrikanischer Himmel"und denkst Dir nicht anders, als daß Du an meiner Stelle schmelzenwürdest und die Uebcrfahrt nicht anders wagen dürftest als in Töpfen.Dem ist aber nicht also, mein guter Eduard, die kühlende Sec er-hält überall eine gleichmäßige Temperatur, hier mild und lau, wiewir sie vor wenigen Wochen feucht und durchdringend kalt auf derNordsee hatten. Es kann nur auf der Erde heiß und schwül wer-den und ich habe hier auf dem Verdecke in der Mittagssonne mitLust Mittagsruhe gehalten. — Auch wird, wenn die Sonne brennen-der scheint, ein schönes Zelt auf dem Verdecke aufgeschlagen, und ichversichere Dich, daß die heiße Zone nichts Drohendes für mich hat— wohl kann es in der Kabine schwül werden, wo andererseits diewuchernden Flöhe sehr unangenehm werden.
15. /27. Oktbr. Wir sind bei fast anhaltender Windstille, nurmit schwachem wechselnden Hauche kaum unterbrochen, langsam vor-geschritten, und erst heute enthüllte sich in einer Entfernung vonetwa 100 Meilen der Pie schon unter einem sehr großen Winkel.Die Hitze wird bei Mangel an Wind beschwerlicher. Dieses Ver-weilen, ohne vorwärts zu kommen, langweilig, obgleich das stillereMeer mehrere Gegenstände der Beobachtung darbietet. Wir werdenTeneriffa nur im Flug berühren, und ich werde wohl nicht Zeit ha-ben nach Oratava zu gehen — auch so wird dieser flüchtige Grußder neuen Sonnenschöpfung von unendlichem Reize für mich sein.Ich weiß nicht, ob ich mich noch wie ehemals kindisch kindlichzu freuen im Stande bin. — Auch andererseits wird sich interes-santer Aufschluß über die Art und Weise des Aufenthalts auf demLande ergeben.
16. /28. Der Wind erhob sich die Nacht günstig, und wir lie-