Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
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Nachrichten von Freunden und Bekannten aus Euren Schlach-ten? Ich weiß Fouquä (sein Regiment) vor Dresden.-

Ferner, mein Lieber, das Jahr wird alt, die Sonne schwach, dieLuft kalt, die Erde feucht und dunkel, die Asternarten sind schonmeist verblüht, und die Bäume gelben es muß bald Winterwerden und für den Winter muß ich doch eine neue Dispositionentwerfen. Ich bin immer noch Student meclioinns. Was Hab' ichbesseres zu thun, als den Winter bei der Universität und vielleichtmit in den Lazarethen zuzubringen? Rathe, aller Welts Kerl,und sage mir bestimmt die Zeiten, nicht nur die, die zu beobachtensind, sondern auch relativ mit diesen die, die wir haben. Ich habekeine andre Uhr, keinen andern Kalender, als die Blumen. Ichwünschte auch einige 14 Tage im Voraus meine Marschordre zuhaben, weil ich meine Pflanzen mit Gewalt in Ordnung bringenmüßte, Arbeit, die aufs letzte »erspart werden muß, die aber nichtklein ist. Ich kritzle immer an meinem Schlagschatten*), undwenn ich's Dir gestehen muß, lache und fürchte ich mich manchmaldarüber, so wie ich daran schreibe wenn die Andern nur fürmich nicht darüber gähnen. Mein viel gefürchtetes viertes KapitelHab' ich mir nach vielem Kauen gestern aus einem Stücke, wie eineOffenbarung, aus der Seele geschnitten und heute abgeschriebenes ist auch schon eher Morgen als Nacht darum ade. DasBlitz-Prosaschreiben wird mir ungeheuer sauer mein Brouillonsieht toller aus als alle Verse, die ich je gemacht. Hat es sichdenn zu ruhiger vernünftiger Prosa gesetzt?

Lebe wohl grüß Deine liebe Frau und den Kinderling.

150.

An de la Foye.

fBerlin Frühling 1814g

Ich wollte, alter Junge, Du wärest von selbst auf den vernünf-tige» Einfall gekommen, an mich zu schreiben, und ich erhielte in diesen

*) Dir Vorrede zum Schlcmihl ist aus Kunersdorf, 27. September datirt.

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