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Nachdem, ich darf sagen, der klareren Einsicht Ehrenmanne*)nachgebend, ich unterlassen, was ich zu thun bereit war, mich näm-lich unter die grünen Jäger zu mischen, müßt' ich mir selber einungünstiges Urtheil fällen, wenn andere Gründe, als die ich zur Zeitin Erwägung gebracht, mich itzt eine andere Stelle thätig in diesemKriege begehren ließen, als die mir die natürlichste bedünkte. — Ineinem Kriege gegen Frankreich darf ich, kann ich — der Kerl derich bin — nichts für mich holen wollen; aber in einem Kriege fürNorddeutschland hätte ich wohl meine Knochen zu Markte tragenkönnen, und ich war erbvtig es zu thun, — und es kann wohlnoch etwas der Art Vorkommen; ich helfe hier den Landsturm exer-ziren, und kommt es zu einem Bauernkrieg, so kann ich mich wohldarein mischen, pro uris ot toois, — mit Euch unterzugehen willich nicht verneinen.
Lieber Varnhagen, thun und lassen war für mich gleich schmerz-haft; durch den Machtspruch der Selbstthätigen in Unthätigkeit ge-bannt, bring' ich den Sommer bei dem Herrn von Jtzenplitz aufseinen Gütern zu, — Cunersdorf Lei Wrietzen, — und beschäftigemich allein mit Botanik, wozu ich die herrlichsten Hülfen habe.
Gruß dem Albert von Stael (für Albert muß ich doch denanerkennen, den Du in Hamburg hast), meinem wackern Freunde!**)Sein Bruder hatte selber meinen damals noch sehr schwankendenEntschluß bekräftigen helfen, und mich das zu thun angewiesen,worin Deine freundlichen Lockungen mich nicht stören sollen. Daßbei feiner Durchreise mich August von Stael in Berlin besucht, wirdjener doch durch ihn wissen; ich wünsche Albert Segen und Heilund umarme ihn herzlichst.
Der Aufenthalt in Berlin war mir drückend, bei dieser rasen-den Zeit zieh' ich mich in Demuth zurück, — und selbst zu schrei-
*) Soll heißen: „von EhremnSnnern". Hg. Dgl. oben S. 368 und S.383. Anm.
**) Er stand damals als Hnsaren-Lieutenant in schwedischen Diensten! vonseinem General mit einem Auftrag nach Hamburg gesandt, erlangte er die Er-lanbniß einstweilen bei Tettenborn bleiben zu können.