Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
Seite
370
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ins Lateinische aus Uebungsbüchern denn er schämte sich nicht,auch darin den Weg von vorn zu beginnen, um sicher zum Ziel zugelangen, theils freie Aufsätze, und dazwischen eine Art Tagebuchenthalten. Hier der Anfang desselben in wörtlicher Übersetzung:Ich beschloß mich dem Studium der Natur zu widmen, sobald icherkannt hatte, daß ich hier, weil ich ein Fremder bin, dort durchmeinen Haß gegen die Tyrannei vom öffentlichen Leben ausge-schloffen sei. Nach dem Verlust des Vaterlandes der Hoffnung mireine Familie zu gründen beraubt, wußte ich nicht wie ich ein Lebenertragen sollte, das weniger Werth war als der Tod (morts <li§nior).So würde ich vergangen sein, gleich einem aus dem nährenden Bo-den gerissenen Baume, wenn ich nicht der Natur meine Liebe zuge-wendet und dabei die Gottheit meinen Wünschen gnädig gefundenhätte. So treib' ich mir den Feind und die zerstörenden Gedankenfern.*) In wenig Worten habe ich meinen Beruf dargelegt, inwenig Worten will ich die Schwierigkeiten schildern u. s. w. Diegewöhnliche Sprache der Gelehrten ist die lateinische; früh mei-nes Führers beraubt werd' ich freilich, obwohl ich schon zu alternbeginne, unwissend erscheinen in Dingen, deren Nichtkenntniß selbstkleinen Knaben zur Schande gereicht; darum habe ich mir vorge-nommen, in diesem Winter nicht blos Latein zu lesen, sondern auchzu schreiben und zu sprechen."

Ergriffen ihn auch die Nachrichten von dem Elend der in Leip-zig krank und verwundet zurückgebliebenen Franzosen aufs tiefste,trat auch die Sorge um seine Geschwister hinzu, seit der Schauplatzdes Krieges nach Frankreich verlegt war, so freute er sich doch derSiege der deutschen Waffen, und angestrengte Thätigkeit gab ihmRuhe und Heiterkeit wieder. Unter den naturwissenschaftlichen Col-legien, welche er damals hörte, gewann ihm die Mineralogie beson-deres Interesse ab.Du, sagte er in dieser Zeit einmal zu Hitzig,ich hätte nimmermehr geglaubt, daß die Steine so viel Verstandhätten." Zugleich arbeitete er auf dem zoologischen Museum undleistete bei Anordnung der Sammlung der Krebse u. s. w. gute Dienste.

*) Wgl. Schlemihl IX. z. E. u. X. z. Ans. und die Briefe 142 fgg.