Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
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Dank, Gruß und Liebe dem wackern Freund Asstng wirwerden uns wohl noch näher kennen, vor der Hand geh' ich nachder Universität, nach Berlin, und zu Hitzig und Fouqu«, von daaus bewege ich mich erst frei. Diesen Sommer Hab' ich ganzder Botanik gewidmet, und dem stillen innigen wortlosen Genüsseder schönsten Natur, die mir wie eine Geliebte ist, von der ichscheiden muß. Daß die Herrin dieses Ortes im Frühjahr sichauf eine weite Reise gewagt hat, wird Ihnen nicht unbekannt ge-blieben sein; ich behielt an ihrem Sohn einen lieben freund-lichen Gefährten. Nun gehe ich allein, entschlossen und vertrauend.Leben Sie wohl, Liebe, Gute, denken Sie mich, da Siediese Zeilen lesen, die Kapsel auf dem Rücken, das Buch in derTasche, den Stab in der Hand, allein auf Felsengesimsen, zwischenWolken, Gletschern, Bergströmen und Abgründen, in einer Höhevon 7200 Fuß vielleicht inne haltend und zu mir sagend: jetztmag sie deinen Gruß empfahn!

140.

An Hitzig.

Mühlenen, .Kanton Bern, am 18. August 1812.^beendigt einige Tage später in Meiringen.1

De Zsum luuckamus! Die Grenze liegt hinter mir. NachAbreise der Frau von Stael (soweit meine Chronologie reicht, am23. Mai) blieb ich bei ihren: ältesten Sohne in Coppet, bis wiruns daran gewöhnen konnten, das Unmögliche für wahr anzuerkennen. Unmöglich war nämlich, daß sie einen Entschluß faßte, und einesolche Thathandlung schien wohl einen Entschluß zu heischen. Siehatte aber den Fall sich umkehren lassen, und der Entschluß warauf die Seite des nicht in den Wagen steigens getreten, also ließsie blos geschehen, was sie nicht zu ändern Kraft hatte, und ein ge-waltiges Ereigniß hatte sich in ihr Leben unter der Gestalt einerThat eingeschlichen. August sStaelf war mir ein lieblicher undfreundlicher Gefährte. Ich trieb einige Botanik, durfte, wollte nicht