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Freund, und schreib' ich, so komm' ich gewiß hin; schreiben aber,um nur hinzukommen, ist was ich mir nicht bieten kann. WasZollgut und Hitzig von mir in Händen haben mögen (vortrefflicheMusenalmanachs-Gedichte), ist Euch gerne preisgegeben. — Ichschreibe schwer, d. i. gar nicht, das wahre zweibeinigte Thier desDiogenes, ohne Feder. — Vielleicht wird doch hier bei bessererMuße ein größeres Gedicht (meschant ennuyant aber) fertig, dannmögt Ihr es haben, — ich besinne mich aber, daß ich nie schreibe,so lange ich lesen kann, und ich habe hier vollauf zu lesen. —Ich habe Englisch gelernt und der Shakespeare liegt mir auf demTische aufgeschlagen, ein dicker Band wie Du weißt und der seinenManu nicht losläßt. —
Ich habe an Karl Harscher in Paris geschrieben und keine Ant-wort erhalten, umarme seinen Bruder Nikolaus doch mit aller Liebevon mir und frag' ihn, ob sein Bruder nicht mehr dort ist. — Wasmacht die Cohen? — Leb wohl, mein vielgeliebter Guter und mögeGott Dich trösten. — Für Deine Krankheit pflegt auch das Schick-sal die Leute nach dem Gottfriedland zu schicken und siehe da! dieKur geräth; mögest Du wohlfeiler davon kommen. Ich liebe Dichsehr, Junge! — Ist denn Julius sKlaproths bei Euch? —
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An Rosa Maria.
Moppet, eanton äv Vauä eu Luisse,
19. Nars 1812.
Liebe Rosa, gute Schwester! Sie mögen an mir irre gewordensein, daß auf einen so innigen, so freundlichen, so wackern Brief vonIhnen ein so langes Stillschweigen von mir erfolgt ist. Hell undverständig und zugleich liebevoll und zart waren Ihre Worte, sierührten mich tief, ich küßte Ihren Brief, und ich beschloß ihn erstzu beantworten, wenn ich mich dessen würdiger gemacht hätte. Ichhatte erkannt, ich könnte außer meinem Lande, meiner Sprache,meinem Kreise, außer Norddeutschland nicht gedeihen und nur ein