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der Fall, zur ausgelassensten Freiheit begeistert, und wir habenmanches zusammen abgehandelt. Ich blieb einmal fast die ganzeNacht mit ihn, eingesperrt. Er bezeigte viele Anhänglichkeit zu Dir,viele Rührung für die Worte an Fichte, viel Achtung für Dein Ta-lent und den „Schlangentödter", nicht gleiche Freude an der „Nu-mancia." — Er schätzt Wernern hoch, Oehlenschläger (seine nordi-schen Tragödien) tief, er findet das Große in dem Vorgefundenen. —Er selbst hat nun alle vier Hände voll zu thun mit dem Druckedes Werkes der Frau von Stael, mit dem dritten Bande seinerVorlesungen (wir werden ihn nach dem Manuskripte übersetzen),und wünscht endlich noch vor seiner Abreise nach Amerika (imHerbst) einen Band des Shakespeare fertig zu kriegen. Er behieltsich vor, an Dich zu schreiben. Er meinte, er würde wohl fortannoch deutsch dichten, aber in Prosa solle man doch trachten allge-mein verständlich zu sein, und warum solle man da nicht die fran-zösische Sprache gebrauchen. Er ist Meister des Styls in diesercanaillösen Sprache. — So viel von Wilhelm, der übrigens dickund fett ist, und hier nirgends als bei Vsr/ (restauratouraux Miilsries) speisen wollte, weil man sonst nirgends fressenkönnte. —
Ich habe durch den Meßkatalog ersehen, was von Dir undDeiner Frau erschienen; wir sind leider gesperrt und ich lechze um-sonst darnach; Censur oder Abgaben, das ist noch in keiner Ord-nung, und unsere Messe ist uns an der Grenze festgehalten, bis dieGesetze kommen. Das gehört auch mit zu dem noch viel größerenStück Aerger, der uns als Imbiß, doch nur wie überall zu unsermtäglichen Brode gelegt wird. L propos davon! Willst Du etwasvon den Herrlichkeiten unserer Feste erfahren? — Lasse Dir dochlieber durch jDein Töchterchenj Maria noch etwas von den Herr-lichkeiten des Berliner Christmarkts erzählen, — es wird, obscho»der hiesige größer ist, jener doch unstreitig größer und begeisterterVorkommen. Wir Erwachsene sind gar unglückliche, verwöhnte Kin-der, — wann hier der Teufel los ist, geh' ich schon nicht mehr,oder nur gewissermaßen Pflichts wegen, um es mit anzuseheu. Wasgenügte uns, was überträfe unsere Forderungen, ja was erregte un-