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gekommen ist, hat mehr Zügel am Kopfe, als Muskeln sich zu be-wegen. Ich habe es also abgewartet und bin indessen mit sonstigenHoffnungen, der gewöhnlichen Kost der Pflastertreter der großenStadt, abgespeist worden; denn jeder hat seine Hoffnungen undzwar die gegründetsten. Jeder hat Protektion und Kredit, und dasist daS einzige Verdienst und Recht. Viele wollen mir also vieleStellen verschaffen; ich habe es immer abgewartet, und habe immerkeine bekommen, habe mich aber auch nicht sehr darum ins Bocks-horn jagen lassen."
Beschäftigung, die ihm zusagtc, fand er in Paris gar bald;er setzte das schon in Berlin begonnene Studium des Spanischenfort, sammelte französische Volkslieder, und verband sich mit Helminevon Chezy, die damals in Paris lebte, zu einer gemeinschaftlichenArbeit, der französischen Uebersetzung von A. W. Schlegel's Vor-lesungen über dramatische Kunst und Literatur, an der auch einjüngerer Bruder Harscher's Theil genommen zu haben scheint.(Br. 108.) Auch der Umgang mit Befreundeten und Bekanntenaus Deutschland fehlte ihm nicht; er sah Koreff wieder, der alspraktischer Arzt in Paris lebte und suchte A. v. Humboldt auf;Varnhagen traf im Juni in Paris ein (vergl. zu Br. 97.), Uhlandund Im. Bekker waren schon früher dort. — Um diese Zeit wurdeer in den Kreis der Frau von Stael gezogen; von Napoleon 40 Lieuesvon Paris verbannt, hielt sie sich damals auf dem Schlosse Chau-mont auf. Dorthin ging Chamisso im Juli auf Schlegel's Ein-ladung, um die Uebersetzung der beiden ersten Bände der Vor-lesungen mit ihm durchzugehen, und folgte dann Frau von Staelim August nach Fosse bei Blois. In Fossö erhielt er (im Sep-tember) von Nt. Harscher, der seiner Gesundheit wegen seit demNovember 1808 bei seinen Eltern in Basel gelebt und schon 1809Chamisso zu sich eingeladen hatte, die wiederholte, dringende Auffor-derung, mit ihm nach Halle zu gehen und sich dein Studium derMedizin und der Naturwissenschaften zu widmen. Allein er hattesich bereits gegen Schlegel verpflichtet, nachdem Frau von ChezyParis verlassen hatte und nach Heidelberg gegangen war, den dritten,noch im Druck befindlichen Band der Vorlesungen allein zu über-