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80.
An Fouque.
Berlin den 22. Januar 19Ü8.
„Auf Eure Vorstellung vom 2. dieses bewillige Ich Euch hier-mit den nachgesuchten Abschied aus meinem Militairdienst, will Euchauch zugleich die Erlaubniß ertheilen die alte Armee-Uniform zutragen, wegen des Charakters als Kapitain hingegen muß Ich MirMeinen Beschluß noch bis nach Beendigung der jetzt verhängtenUntersuchung über das Benehmen der einzelnen Offiziere im FeldeVorbehalten. Ich bin Euer gnädiger König.
Memel den 11. Januar 1808. Friedrich Wilhelm."
Hast, mein theurer Pellegrin, Du den Brief geschrieben, kommtauch die Antwort billig an Dich. Ich muß sie selbst billig rühmendiese Antwort, bestimmt sie mich schon, ein Anderes nach ihr zuwünschen, nämlich den Kapitain-Charakter, an dem mir früherwenig gelegen war. Auf verhängte Untersuchung kommt es jetzt an,wie aus den Worten erhellt, und bei also gesetztem Spiele denDurchfall zu kriegen, wäre mir fatal. — Ich kann mir dennochnicht verhehlen, daß meine positiven Verdienste um die KronePreußen keine größere noch mindere sind, als daß ich eben nichtsortgelaufen bin, woraus erhellt, daß, um einen Kapitain aus mirzu machen und zugleich nach gerechten Grundsätzen gegen Alle zuverfahren, die Armee in zwei Parten eingetheilt werden müßte, da-von man die eine henken, die andere aber zu lauter Kapitaincn be-fördern müßte. Dem sei wie ihm wolle, nicht darüber lass' ich mirein graues Haar wachsen, und lasse geduldig hinter mir untersuchen,bis man mich wieder mit Briefen heimsuche. Ich habe doch nurmich leidend zu verhalten. Oder wüßtest Du etwa, was ich außer-dem noch in dieser Angelegenheit vornehmen könnte? — Findest Dunicht auch für gut, daß ich itzt, mit einigen Worten in denZeitungen, mich meinen Kameraden scheidend empfehle? —
Uebrigens, mein theurer Freund, Hab' ich Dir wenig Erfreu-liches zu melden. Wir kranken Alle und sind sehr herunter gestimmt.