Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
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177
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Beantworte doch die verschiedenen Punkte meiner letzten Briefe,- Du läßt mich dursten und in Pein sein.

Was macht denn Euer und unser Buch? Ist es schon heraus,oder weißt Du es selbst nicht? Auch von Hamburg habe ich er-fahren, daß die Märchen von Serena sFrau von Fouquej da sind,und mau glaubte mich durch Dich bereits in deren Besitz. Wassagst Du und sagt Ihr zu meinen Versen? Das Versemachen istmir jetzt auf eine Zeit gelegt worden, ich hätte nämlich schon,hätte ich nur Euer llrtheil gehabt, meinen ganzen Vorrath Verseverbrauchen können, denn die Ruhr hat mich heimgesucht, dasOpium hat mich ganz geschlagen, wie mager und schwach bin ichnoch, nun habe ich ineine kleine Stube mit einem andern theilenmüssen, und die prosaischen abgeschmackten Arbeiten, denen ich oblie-gen muß, lassen mir auch wenig Muße. O der schönen Tagemeiner Einfüßigkeit! Ich brauche, Freunde, daß Ihr mich wiederbesser stimmt. Wann ich einen guten Weg weiß, lass' ich Euchnoch siebenhundert Verse zukommeu.

Umarmung, Gruß und freundschaftliches Wort Allen, Dir aberleiser Vorwurf. Dennoch lebe wohl, und wenn Du kannst, /«7yk,denn es ist nicht für Alle an der Zeit. Ich bin heut Abendxc-r« rchg so schwarz wie meine Tinte, und kann mich nicht rechtauslassen mit der Sprache, nur so viel: ich habe zu thun, daß dieEinheit aus mir erblühe, denn wahrlich, wahrlich, mit Spal-tungen und Widersprüchen unerhört umängstet ringsher mich feind-lich das Aeußre.

Oä/ss. XX.

Darauf reichet mir die Hände und bietet mir den Gruß; dennlaß uns des wackern alten deutschen Handschlags nicht uneingedenksein, und nicht des Sternes.

A d e l b e r t.

r. r. 71. «.

V.

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