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nehmen zu können. An das Studium der Naturwissenschaften dachteer damals noch nicht; sein Ziel war überhaupt tiefere, gründlicheBildung: Die Ausführung dieser Vorsätze war durch die Umständefürs erste unmöglich gemacht; aber auch auf dem Marsche setzte erdie in Berlin begonnenen Studien eifrig fort und beschäftigte sichnamentlich nnt dem neuen Testament. Der Plan zur Herausgabeeines vierten Musenalmanachs (die übrigens an dem Mißtrauen desBuchhändlers gegen die unentgeltlich angebotene Waare scheiterte)ging dieses Mal nicht von ihm, sondern von Aarnhagen aus.
Chamisso besaß offenbar schon damals in hohem Grade dieGabe sich in neue Verhältnisse und Umgebungen zu fügen (die Gabe„sich gleich zu Hause zu finden", die er beim Antritt der Reise umdie Welt, wie er an Hitzig schreibt, unvermuthet in sich vorfand)und entbehrte leicht und heiteren Muthes äußere Bequemlichkeiten;wo er längere Zeit verweilte und wohlgesinnte, gute, wenn auch ein-fache Menschen fand, da fühlte und erwarb er sich Liebe und Teil-nahme (vgl. Br. 26, 32, 40, 47). So blieb er nnt seinem Gastfreundin Hameln, dein Prediger Wichen, auch später noch in freundlicherVerbindung. Auch hatte er das-Dichten selbst auf dem Marschenicht aufgegeben; mehrere Gedichte sendete er schon während derersten Monate nach dem Ausmarsch den Freunden zur Beurtheilungzu. Allein das end- und zwecklose Umherziehen, die Ungewißheit, obes noch zum Kriege mit „seinem Frankreich" kommen werde, dieEntbehrung des Umgangs mit den Freunden, mit denen er nichteinmal regelmäßigen brieflichen Verkehr Pflegen konnte, am meistenaber die Ungewißheit über seine eigne Zukunft, dies alles trübteseine Stimmung. „Wenn ich, der Zukunft unbewußt, schreibt er-zogen das Ende des Jahres 1805 an Auguste Klaproth, welche meineSchicksalgeister — der in meiner Brust und der nächtliche der Welt,— mir in ihrem Kampfe, den doch eine höhere Macht leitet, berei-ten, in düsterer Einsamkeit dahin gehe, fern und ferner von allem,was mir thsuer war: vertraue ich doch fromm den Göttern undder weisen Nothwendigkeit; aber ich rufe die befreundeten Schemenmeiner Lieben, und süße Wehmuth ergreift mich, wenn sie mir na-hen, und süße Wehmuth ergreift mich, wenn auch Ihr Bild, theure