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4 (1864)
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in den vereinigten Staaten von Nordamerika und in England. Wieaber auf diesen Inseln? Hier vermindert sich in steigendem Ber-hältniß die Bevölkerung von Jahr zu Jahr. Bald möchte dasLand gänzlich verödet sein. Woher diese Verminderung? Von demunordentlichen Wandel der Fürsten und des Volkes. Wie möchteder gänzlichen Entvölkerung Hawaii's vorgebeugt werden? Vielleichtalso! Laßt sich bald Fürsten und Volk zu Recht und Ordnung keh-ren. Laßt sie alle von Unzucht, Branntwein, Tabakrauchen undallem, was den Leib verdirbt, Massen. Laßt Mann und Weib inordentlicher Ehe züchtig leben und ihrer Kinder pflegen. Befleißigesich jeder der Weisheit und des Heiles; dann werden sich die Men-schen wiederum aus Hawaii vermehren und das Land vielleicht sichmit Volk bedecken." So weit die Missionare.

Die Kriege der Fürsten haben aufgehört; die Krankheit von1800 wirkt 18321836 nicht nachhaltig fort; die Unsitte des Kin-dermordcs hat hoffentlich unter Einwirkung des Christenthums nichtüberhand genommen. Es können nur die Syphilis und der Brannt-wein in Betracht kommen. Beide Uebel waren auf den hawaiischenInseln zu der Zeit, wo ich sie besuchte, nicht unbekannt, aber so ver-heerend war ihre Wirkung nicht.

Die Missionare benutzen in ihren Elementarbncheru jede Gele-genheit sehr zweckmäßig gegen den Branntwein warnend zu eifern.Aber die Trunksucht ist, war zu meiner Zeit, kein vorherrschendesLaster der Hawaiier. Wir haben nie einen wohlanständigen Mannund nur selten Weiber sich betrinken sehen. Das volksthnmliche be-rauschende Mittel Polynesiens, der Awa, nur selten und mäßig ge-nossen, wie ich ihn selbst als Gast von Kaleimoku (Bill Pitt derEngländer) getrunken habe, hat auf diesen Inseln nie die verderb-lichen Folgen geäußert, die auf andern Inseln die Aufmerksamkeitder älteren Reisenden auf sich gezogen haben.

Der unschuldige Tabak dem Branntwein gesellt entkräftet sehrin Hinsicht auf diesen die strafenden Worte der frommen Lehrer,und wenn in der hawaiischen Zeitung vom 11. Mai 1836 bekanntgemacht wird, daß sich am 23. April ein Betrunkener verbrüht habeIV. 21