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4 (1864)
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Auch diese Krankheit hat zu der jetzigen Schwäche der Bevölkerungmitgewirkt.

3) Der Kindcrmvrd trägt auch dazu bei das Land zu entvöl-kern. Solches ist etwas Ungeheures, Widernatürliches, desgleichenvielleicht kein anderes Land darbietet. Die Frauen tödten sohin ihreeigenen Kinder, etliche während ihrer Schwangerschaft, andere nachder Geburt. Sie halten die Kinder für eine Last und wollen nichtdurch sic in ihrer Ueppigkeit behindert und von Lustbarkeiten abge-halten werden. Andere befürchten, daß zu häufige Geburten ihreSchönheit befährden. Aus diesen Ursachen verhärten sie ihr Herzund tödten erbarmungslos selber ihre Kinder. Unzucht und Ehe-bruch veranlassen manchen Kindermord und manchen der Grimmder Männer.

4) Was aber hauptsächlich das Land verödet, das ist die Seuche,mit welcher die Frauen in unzüchtigem Verkehr auf den fremdenSchiffen behaftet worden sind. Diese ist der Abgrund der Vernich-tung für Hawaii; sie ist es, die den Leib verdirbt, die Frauen un-fruchtbar macht und die Kinder verstechen läßt. Sie ist cs, die dieStraßen menschenleer macht und die, falls ihr nicht Einhalt ge-schieht, die gänzliche Verödung des Landes erwarten läßt. Sie istüber alle Inseln verbreitet; die unzüchtigen Eltern vererben sie aufihre Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und ins vierte Glied. DerKrieg, der Kindermord, jene epidemische Krankheit sind gegen die-selbe nur gering; sie ist bei weitem das größere Uebel. Sie ist derböse Feind Hawaii's, der den Leib und die Seele der Menschen verdirbt.

Es giebt nur ein Kraut, nur eine Arzenei, die diese Seuche aufdiesen Inseln zu heilen vermag, sonst keine: das Wort Gottes allein.Wenn das sechste Gebot von allem Volk gehörig gehalten wird, somöchte sich das Land wiederum mit Menschen bedecken."

In der zweiten Ausgabe der Erdkunde wird der Bevölkerungs-tabelle von Hawaii folgende Bemerkung hinzugefügt:

In den gesitteten Ländern vermehrt sich in Folge der gutenOrdnung*) die Bevölkerung mit jedem Jahre. Also verhält es sich

*1 kn xom>, hier das Platonische: nrLlL