Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
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und in Gefahr gewesen sei, glaube ich daraus schließen zu dürfen,daß solche Fälle zu den nicht täglichen gehören.

Uebrigens stimmen die Erfahrungen des I)r. von Besser (1833)mit den meiuigen vollkommen überein. Die auf Hawaii ansässigenAerzte haben ihn versichert, daß daselbst die venerische Krankheitselten vorkomme und auf keine Weise dem abschreckenden Bilde ent-spräche, das die Missionare entwerfen.

Man verzeihe mir diese lange Abschweifung.

Die Kenntniß der hawaiischen Sprache, die ich mir erworbenzu haben mich rühmen darf, müßte, um der Wissenschaft Früchte zutragen, ich weiß es, mit der Kenntniß der Sprachen Ostasiens undIndiens gepaart, als ein entfernteres Glied der Kette, zur über-schanlichen Vergleichung der Sprachen des redenden Menschen benutztwerden. Ich bin auf diesem Felde des Wissens ein Fremder, undzu alt und gebrochen, um daran zu denken, mich noch auf demselbenanzubauen. Es genügt mir zu dem Bau der Wissenschaft zugehaueneSteine zugctragen zu haben, falls nur solche von den Werkmeisterntauglich befunden werden. Ich wünsche, ich begehre, das in meinerHand nutzlose Werkzeug, mit dem ausgerüstet andere Nützlichereswirken könnten, in bcsugterc Hände niedcrzulegen. Ich getraue mir,die mühsam errungene Kenntniß des Hawaiischen dem kundigenSprachforscher leicht und in kurzer Zeit mittheilen zu können. Ichwünsche, ich erwarte, daß sich ein solcher Lernbegieriger an mick)wende. Der Doktor Buschmann hat mir die Hoffnung gegeben, sichim Laufe dieses Sommers die Zeit abzumüßigen meinen Unterrichtanzunehmen.

Ich werde zu meiner ersten Denkschrift über die hawaiischeGrammatik Ergänzungen und Berichtigungen nachliefern.

Verlag der Weidmannschen Buchhandlung (I. Reimer) in Berlin.

Druck von W. Pormetter in Berlin.