Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

wir theilen im Anhang ein vergleichendes Wortverzeichniß von dewMarianen, Eap, Uiea und Radack mit.

Die Völker der Marianen gleichen nach Fra Juan de la Con-cepcion den Bisayas, wie an Ansehen, so auch an Sprache, welcheletztere jedoch in einigen Dingen abweicht (in alZunas oosas altsraäo).Diese Chamori- oder Mariana-Sprache ist aber fast mit dem Volke,daS sie sprach, verschwunden; die neue Generation redet die Spracheder Eroberer, und die eigene nur noch durch deren Einmischungentstellt. Es ist zu bemerken, daß nur noch spanisch gezählt wirdund es uns Mühe gekostet hat, die Zahlwörter der Mariana-Sprachezu erhalten. Es scheinen anderer Seits Benennungen aus denPhilippinen-Sprachen für manche der eingeführten fremden Thiersund Gegenstände obgesiegt zu haben. So haben auch auf denPelew-Jnseln Thiere, welche die Engländer eingeführt, malayischeNamen erhalten. (Die Ziege 6amin§, malayisch LambiuZ.)

Ein Vooubulru'io <ls ln ISNAUN Nailaun, in der Form der Vo-kabularien, die wir von den Sprachen der Philippinen haben, undnamentlich des Vooabulario DaZalog von Fr. Domingo de losSantos, befindet sich noch, von den Jesuiten herrührend, in L,Zaüa;eine ^rt« scheint zu fehlen. Es vermodert dieses Manuskript unbe-nutzt, da die spanische Sprache den jetzigen Seelsorgern zu ihremAmte genügt. Wir haben uns bemüht, dem grammatischen Bauder Chamoni-Sprache nachzuforschen, und haben in Manila die Pa-dres ausgesucht, die den Missionen auf Guajan vorgestanden.Etliche hatten die Sprache eigentlich nicht erlernt, und ein Greiswar unvermögend, Rechenschaft davon zu geben. Die Ortsbenen-nungen endigen auf den Marianen, wie auf den Philippinen, meistin au, eine Partikel, die in den Sprachen der Philippinen die ört-liche Beziehung bezeichnet und das dritte Passivum bedingt, und wirfinden noch andere Merkmale der Analogie, welche alle in denMmdarten der Carolinen-Jnseln wegfallen. Don Luis de Tor-res hat uns versichert, daß in der Mariancn-Sprache und in dervon Ulea keine Wortbeugung statt findet. Wir bemerken, daß wirdie Wörter der Marianen-Sprache, welche wir zur Vergleichungmittheilen, nicht aus dem Vokabulario ausgezogen, wozu wir keine