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4 (1864)
Entstehung
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thümlich, durch die Zahl der Sylben und eine Art Reim oder Halb-reim an spanische Sylbenmaaße erinnern. Sie haben jedoch diekünstlicher» Canzonen und Sonette, die ihnen der Padre Fran-cisco de San Joseph zu geben versucht, aufzunehmen sich ge-weigert. Wir haben uns vergeblich bemüht, Proben von ihren ur-sprünglich heidnischen Liedern, deren es noch welche giebt, an uns zubringen. Wer beachtet in dem Lande selbst Geschichte, Kunst undAlterthümer eines unterdrückten Volkes?

Wir theilen im Anhänge, und zwar aus drei verschiedenenQuellen, das tagalische Alphabet mit, welches dem älteren Schrist-system der Volker der ostindischen Inseln sich anschließt, und ver-weisen auf die Bemerkungen, womit wir dasselbe begleiten.

Die Küstenbewohner der Insel Formosa, im Norden der Phi-lippinen, scheinen uns zu demselben Volksstamm, ihre Sprache zuderselben Stammsprache zu gehören.

Wir kommen zu den im Osten der Philippinen gelegenen In-seln, die wir als die erste Provinz von Polynesien betrachtet haben.Wir finden in ihren Bewohnern eine Völkerfamilie, welche dieselbenSitten und Künste, eine mit großer Kunst ausgebildete Schifffahrtund Handel vielfach verbinden. Ein friedliches, anmuthiges Volkbetet keine Bilder an, lebt, ohne Hausthiere zu besitzen, von denGaben der Erde und opfert unsichtbaren Göttern nur die Erstlingeder Früchte, wovon es sich nähret. Es baut die kunstreichsten Fahr-zeuge und vollbringt bei großer Kenntniß der Monsoons, derStröme und der Sterne weite Seereisen. Auf den westlichenInseln, den Pelew-Jnseln, Eap, den Marianen, finden sich Bräucheder ostindischen Insulaner, wie das Kauen des Betels, eingeführt.

Bei einer großen Aehnlichkeit der mehrsten Völkerschaften (an-dere, wie die der Pelew-Jnseln, die durch Schamlosigkeit der Sit-ten und mindere Kunde der Schifffahrt sich auszeichnen, möchtenfremd in die Familie getreten sein), und bei dem vielfachen Verkehr,der sie unter sich verbindet, herrscht unter ihnen eine große Verschie-denheit der Zungen. Wir waren berufen, Sprachproben ihrer Mund-arten zu sammeln, indem wir mit ihnen selbst in näherer Verbin-dung gestanden als andere wissenschaftliche Reisende vor uns, und