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Amos Komenius
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erleuchten. Interessant ist, daß schon zu Komenius' Zeit derRektor eine Chronik führen muß?''

Es erübrigt noch, auf die Behandlung der Schüler vonSeiten der Lehrer einzugehen. Selbstverständlich ist, daß Ko-menius, der das Schulzimmer freundlich geschmückt wissen undden Unterricht so leicht als möglich gemacht haben wollte, keinFreund war von der rigorosen Behandlung in jenen rauhenZeiten, welche die Schule zu Folter- und Marterkammern machte.Was er darüber im 26. Kapitel der viäacrtioa sagt, zähltZoubeck mit Recht zu dem Schönsten im ganzen Werke. Nichtals ob er keine Zucht wollte. Eine Schule ohne Zucht ist wieeine Mühle ohne Wasser. Daraus folgt jedoch nicht, daß sieerfüllt sein müsse von Klagen, Streichen und Schwielen. Dennwie die himmlische Sonne beständig Licht und Wärme, oftRegen und Wind, selten Blitze und Donner darbietet, so ist esauch mit der Disziplin. Am besten sei es, durch ein gutesBeispiel zu wirken, durch freundliche Worte und durch ein alle-zeit aufrichtiges und offenes Wohlwollen durch ein rauhesBlitzen und Donnern aber nur manchmal und ausnahmsweiseund dann zugleich mit der Absicht, daß die Strenge immer inLiebe auslaufe. Aufmerksamkeit und Wachsamkeit des Lehrerswürden viele Strafen überflüssig machen. Seien die Lehrerleutselig und gewinnend, dann würden sie nicht durch finsteresWesen die Gemüther von sich abschrecken, sondern durch väter-liche Gesinnung, Haltung und Worte an sich locken. Goldensind folgende Worte:Wir Lehrer müssen wie geschickte Gold-schmiede die Figürchen des lebendigen Gottes, das vernünftigeGeschöpf, leise klopfen und behutsam heilen, aber nicht mitunvernünftigem Ungestüm darauf loshämmern, wir müssen genaueStufen in der Zucht beobachten, einen Verstoß gegen die Gram-matik anders bestrafen als ein Vergehen gegen die Mitschülerund dieses wieder anders als eine Sünde gegen Gott."

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