bekanntlich hat sich im Herbst 1891 eine Komeniusgesell-schaft gebildet, um den dreihundertjährigen Geburtstag des AmosKomenius am 28. März 1892 durch eine Erinnerungsfeierauszuzeichnen. In dem Aufruf, den jene Gesellschaft erlassenhat, wird hervotgehoben, daß er sich durch sein Denken wiedurch sein Leben eine universelle Bedeutung erworben habe.Als Philosoph und Gottesgelehrter habe er im Bunde mitMännern wie Andreä, Milton und Anderen sein Leben einemFriedenswerk gewidmet. Indem er das Heil der Menschheithöher stellte als das Ansehen der Sprachen, Personen und Sekten,wäre sein Bemühen dahin gerichtet gewesen, die streitendenKirchen auf dem Grunde altchristlicher Weltanschauung zuFrieden und Versöhnung zu leiten. Als Schulmann sei er einerder Väter der Volksschule geworden und habe, angeregt durchBako, den Erfahrungswissenschaften ihr Recht erkämpft, dieMuttersprache in den Kreis der Unterrichtsgegenstände eingeführtund den Gedanken der Körperbildung in den Begriff der Schuleausgenommen. Die Gesellschaft bezeichnet es als nächsten Zweckihrer Aufgabe, die Schriften und Briefe des Komenius sowieseiner Vorgänger, Lehrer und Gesinnungsgenossen herauszugeben,auch Dokumente zur Geschichte der böhmischen Brüder zu sammelnund zu veröffentlichen.
Sammlung. N. F. VI. 144.
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