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Spezielle Anweisungen, welche sich auf die Lehrweise be-ziehen, sind in seinen Schriften spärlich vertreten und entsprechennicht dem Ideal eines guten Unterrichts. In der viäaotioasagt er darüber: Der Lehrer hat das Pensum der betreffendenStunde, während Alle zuhören, vorzulesen und wiederholt zulesen und, wenn etwas der Erklärung bedarf, diese möglichstleichtverständlich zu geben, daß nichts unverstanden bleiben kann.Hierauf läßt er dies der Reihe nach wieder lesen, und währendder Eine deutlich und verständlich vorliest, haben die Andern inihr Buch zu sehen und stillschweigend uachzulesen; hat man daseine halbe Stunde oder darüber fortgesetzt, so wird es geschehn,daß die Fähigeren das Gelesene ohne Buch zu wiederholenversuchen werden, schließlich auch die langsamen Köpfe. An
einer andern Stelle führt er aus: In jeder Stunde läßt derLehrer, nachdem der Lernstoff kurz vvrgetragen und der Sinnder Worte klar erläutert, alsbald einen Schüler aufstehen, deralles von dem Lehrer Gesagte in derselben Ordnung (gleichsamselbst als Lehrer der Andern) zu wiederholen, die Lehren mitdenselben Worten zu erläutern hat und der berichtigt wird,
sobald er abirrt. Dann wird ein Anderer aufgerufen, der
dasselbe zu leisten hat, während die übrigen zuhören, hierauf
ein Dritter u. s. w. Aus dieser methodischen Anweisung ergiebtsich, daß diese Methode das ersetzen sollte, was den Lehrern anAusbildung fehlte; es treten gewissermaßen die Bücher au Stelleder Lehrer, woraus man bei der damaligen schlechten Vorbildungder Lehrer dem Komenius keinen Vorwurf machen kann. Aller-dings läßt sich nicht verkennen, daß alles zu sehr nach derSchablone zugeschnitten war. Nach einer Schablone waren dieLehrbücher abgefaßt, nach einer Schablone wurde das Pensumabsolvirt, gleichviel ob in der Klasse vostibniarls oder atriaiis,nach einer Schablone die verschiedensten Lehrgegenstände behandelt,nach einer Schablone Glauben und Wissen eingeübt, nach einer
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