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Amos Komenius
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werden. Dabei verschlägt es nicht, wenn Komenius ab und zugegen das Prinzip verstößt, so z. B., wenn er den Kinderndie Thätigkeiten der Künste in bildlicher Redeform und dieKonstellationen und Umlanfszeiten der Planeten erklärt; auchfinden sich viele überflüssige technische Ausdrücke darin. Mit demPrinzip der Anschauung hängen dann andere Grundsätze zusammen.Alles unter sich Verbundene muß auch beim Unterricht verbundenbleiben. Wort und Sache, Lesen und Schreiben, Uebung des Stilsund Gedankens, Lernen und Lehren, Spiel und Ernst müssen stetsverbunden bleiben. Lesen und Schreiben werde zu gleicher Zeitgelehrt. Hätte man letzteres eher beherzigt, würde man sichmanche falsche Lesemethode haben sparen können. Die Sprachedarf nicht aus der Grammatik, sondern aus geeigneten Schrift-stellern gelehrt werden. Beispiele müssen den abstrakten Regeln,kurz überall muß die Materie der Form vorangeheu. JedeRegel ist mit den kürzesten, aber klarsten Worten zu geben.Man treibe nicht vielerlei zu gleicher Zeit, sondern eins nachdem andern. Das Unnöthige, das Fremde, das Besondere istim Unterricht bei Seite zu lassen. Sehr beachtenswerth ist auchdas Wort:Man darf nicht Zweifel an einer Sache erheben,welche von dem Geiste erst erfaßt werden soll". Jede Kunstwird durch Ueben gelernt, Schreibknnst durch Schreiben, Sing-kunst durch Singen u. s. w. Die vollkommenste Kunstlehre istsynthetisch und analytisch. Die Synthesis ist die Hauptsache;jedes Ding und Kunstwerk tritt uns in seiner Synthesis ent-gegen, wir analysiren es, suchen es in seinem Organismus zuerkennen und setzen es wieder zusammen. Wiederholen ist eineHauptsache; man gehe nicht auf ein Zweites über, bevor mandes Ersten mächtig ist; beim Zweiten wiederhole man das Erste.Diese wenigen ohne Begründung gegebenen Sätze zeigen unsdie Höhe, auf welcher Komenius steht und welche bedeutendeStelle er in der Entwickelung der Pädagogik einnimmt.

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