Druckschrift 
Amos Komenius
Entstehung
Seite
32
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Springen, Ringen, Ballspiel, Kegel.^ Wie lange hat es nochnach Kameruns' Tode gedauert, ehe das Turnen in den Schulenheimisch wurde? Daß die Jugend spielen sollte, wurde obenerwähnt. Selbst die modernen Ausflüge kennt er schon.AuchAusgänge mache man mit den Schülern, um Aecker, Wiesenund Weinberge und die Arbeiten zu betrachten, welche daselbstverrichtet werden. Auch können die Pläne und Stilarten derBauwerke^ 'erklärt und die Arbeiten der dabei beschäftigtenGewerke in Augenschein genommen werden." Hierhin mag auchdie Aufführung von Schauspielen gerechnet werden, die alleVierteljahre eine Woche lang von den besten Schülern jederKlasse mit festlicher Musik und nachfolgendem Mahle veranstaltetwerden sollen. Doch verwirft er die unsauberen Stücke derAlten und verfaßt selbst einige, welche aber nach dem Urtheilvon Kennern mit unübertrefflicher Nüchternheit geschrieben sind,wie ihm denn überhaupt Poesielosigkeit zum Vorwurf ge-macht wird.^

Nachdem wir nun die Organisation der Schulen, ihreUnterrichtsziele- und Stoffe betrachtet haben, kommen wir zuseinen methodischen Grundsätzen, denen er seinen pädagogischenRuhm vornehmlich verdankt. Und wirklich enthalten dieselbenso viel Wahres und Richtiges, daß wir in dieser Beziehungkaum über Komenius hinausgekommen sind und daß sich wenighinzusetzen lassen wird. Doch beschränkt sich dieses Lob auf dieallgemeinen Unterrichtsgrundsätze, nicht auf die. spezielle Methodik.Erstere sind in allen Pädagogiken mehr oder weniger ausführ-lich behandelt worden, so daß wir diesen Punkt kürzer fassenund auf die Darstellungen bei Raumer, Schmidt, Seiffarlhverweisen können. Der Mensch ist von den Philosophen Mikro-kosmos genannt worden. Es kann also nichts in den Menschenvon außen hineingetragen. werden, sondern, was er in sich selbstzusammengefaltet besitzt, das allein muß entwickelt und entfaltet