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Erde, der jüdischen, christlichen, mohammedanischen und heidnischentheilt sich eine jede wiederum in mehrere Sekten. Und keineunter ihnen ist mit sich selbst so uneinig als die, die sich desmeisten Lichtes erfreut, die christliche, auf daß sie den übrigenzum Aergerniß, sich selbst aber zum stärksten Hinderniß werde.Suchten nur die Menschen die rechte Gottesverehrung, so würdedie traurige Dissonanz der Religionsparteien verschwinden."Seine Gesinnung war eben eine eminent irenische, und jederHader war ihm ein Greuel. Diese religiöse Verträglichkeitentging selbst dem gelehrten Jesuiten Balbin nicht, der ihm nach-rühmte, daß er zwar viel herausgegeben hätte, aber nichts, wasgegen den katholischen Glauben verstieße, weshalb ihm auch diereformirten Professoren Arnold und Maresius seinen zu geringenGlaubenseifer gegen Rom vorwarfen. Seine Friedensliebe zeigteer auch darin, daß er an dem Religionsgespräch zu Thorntheilnahm, welches Wratislaw IX. zur Schlichtung der Streitig-keiten zwischen Katholiken und Protestanten berufen hatte. Nochals Greis ermahnt er die Menschen zum religiösen Frieden;im Nothwendigen Einigkeit, im Nichtnothwendigen Freiheit, inallem Liebe.
Dabei entsprang seine friedliche Stimmung nicht etwa reli-giösem Jndifferentismus. Fast jede Seite seiner Werke über-zeugt uns von seinem innigen Gottvertrauen und läßt uns seinetiefe und innige Liebe zu seinem Heiland erkennen, der ihn mitseinem Blute erlöst und ihn wiedergeboren hat zum ewigenLeben. Frömmigkeit ist die Wurzel seines Charakters. Daherdurfte er in seinem 77. Jahr frei von sich bekennen: „Ich habegesagt, daß ich alle meine Arbeiten um des Herrn und seinerJünger willen aus Liebe übernommen habe; ein anderes ist mirnicht bewußt, und verflucht sei jede Stunde und jeder Augenblick,der in irgend einer Thätigkeit anders angewandt wurde." In seiner-letzten SchrisMnnmnsosssariuin legier sein Glaubensbekemuniß ab :
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