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sein. Van Geer bestritt nun für eine Reihe von Jahren denLebensunterhalt für Komenius und besten Mitarbeiter, verlangteaber bald eine fertige Pansophie, die Komenius wegen der ein-gegangenen Verpflichtungen mit Schweden und wegen andererSchwierigkeiten nicht fo rasch vollenden konnte. Doch wurdenwenigstens die verlangten Schulbücher, welche sich auf die lateinischeSprache bezogen, fertig gestellt.
Im Jahre 1648 wurde Komenius zum Bischof der Brüder-gemeinde gewählt; infolgedessen verlegte er seinen Wohnsitz wiedernach sLissa. Er war der letzte Bischof der Unität, denn zuseinem großen Schmerze war die Brüdergemeinde nicht in denReligionssrieden miteingeschlossen, sie mußte, um Duldung zuerlangen, sich den Evangelischen anschließen. Bitter beklagt ersich bei Oxenstierna, daß man seine Landsleute im Traktate vonOsnabrück aufgeopfert habe, und seine Stimmung spiegelt sichin der in diesem Jahr erschienenen Schrift: Das Testament dersterbenden Mutter, „geweihte Worte einer bis zum Tode betrübtenSeeles die noch heute niemand ohne Bewegung lesen wird?Von der Zeit ab zerstreuten sich die böhmischen Brüder überdas ganze protestantische Europa. Kaum ein Land wurdegefunden, wo sie nicht als Erzieher, Lehrer, Künstler, Geistlichewirkten.
Im Jahre 1650 fand sich Gelegenheit für Komenius, seineIdee über Schulorganisation praktisch verwirklichen zu können.Er wurde von dem Fürsten Rakoczi nach Siebenbürgen einge-laden, um dort pansophische Schulen zu gründen. In Saros-Patak wurde der Anfang gemacht. Er theilte die pansophischeSchule in sieben Klassen, von denen zuerst drei ins Leben traten,und errichtete dort eine Bibliothek und eine Buchdruckerei. Zumersten Male wurden hier gymnastische Uebungen in den Lehr-plan ausgenommen; doch es blieb bei jenen drei Klassen, derungarische Adel wollte nicht recht studiren, die Lehrer gaben sich
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