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Amos Komenius
Entstehung
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herrschte, hat hauptsächlich Adelung veranlaßt, der ihm in derGeschichte der menschlichen Narrheit 1785 einen Platz anwies.Er faßt sein Urtheil über ihn folgendermaßen zusammen:DaßKomenius um den Schulunterricht Verdienste hatte, ist nicht zuleugnen, aber ebenso wenig ist zu leugnen, daß sie von Vielengar sehr übertrieben sind und in ein allzuvortheilhaftes Lichtgestellt worden. Er sah, daß sich die Erlernung der Wortesehr bequem mit Sachkenntnissen verbinden ließ, und das warihm rühmlich. Aber daß er sich nun seine ganze Lebenszeitum diesen Punkt drehte, diese Methode in einer großen Mengevon Schriften unaufhörlich widerkaute und ein Geschrei davonmachte, als wenn das zeitliche und ewige Wohl des ganzenmenschlichen Geschlechts davon abhinge, zeigt nicht bloß einenschwachen, eingeschränkten Kopf, sondern einen Marktschreier undCharlatan." Um so erfreulicher ist es, wenn zehn Jahre späterein kongenialer Geist, nämlich Herder, in seinen Briefen zurBeförderung der Humanität für Komenius in die Schranken trat.

Erst in unserm Jahrhundert wurde Komenius eingehendgewürdigt. Sein Landsmann, der böhmische Historiker Palacky,widmete ihm 1829 im Jahrbuch des böhmischen Museums einegenaue Arbeit. Bahnbrechend wirkte der Aufsatz von Gindely:Ueber des Amos Komenius Leben und Wirksamkeit in derFremde (Sitzungsbericht der Wiener Akad. Phil.-hist. Kl. 1853).Es folgt G. Bauer, Komenius, in Schunds Encyklopädie desgesamten Erziehungswesens. Viel Material über ihn brachteRaumer in seiner Geschichte der Pädagogik und lenkte die Auf-merksamkeit weiter Kreise auf ihn. Seine Darstellung ist dieGrundlage für alle folgenden Arbeiten. Da man glaubte, Ko°menius sei 1671 gestorben, erschienen 1871, als dem vermeintenzweiten Säkulartodesjahr, zwei Biographien: E. Pappenheim:A. Komenius, der Begründer der neueren Pädagogik, Berlin,und Seifsarth: Joh. A. Komenius nach seinem Leben und seiner

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