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Wenn es sich hierbei auch nicht ausschließlich um Komeninshandelt, so steht doch seine Person im Vordergrund, und esdürfte nicht ohne Interesse sein, auf Grund der bereits vor-liegenden Arbeiten ein Bild des Lebens und Wirkens diesesmerkwürdigen Mannes zu entwerfen, das ja allerdings nurunvollkommen ausfallen kann, da mancher Punkt in seinemLeben der Aufklärung bedarf.
Komenius war im siebzehnten Jahrhundert eine gefeiertePersönlichkeit, wenn auch wegen seiner theologischen Richtungwiederholentlich angegriffen, z. B. von dem französischen Ge-lehrten des Marets in dessen Schrift ^.utirllstious sivs cksksu-sio ooutra Oomsuium. Ebenso schrieb Arnauld, Professor inFranecker, in seinem OisourZus iRooloAions gegen ihn. Im großenund ganzen war er nach seinem Tode bald vergessen und ver-kannt. Daniel Morhof erwähnt ihn in seinem Polyhistor(Lübeck 1688) nur kurz und weiß von ihm weiter nichts zusagen, als daß er eine gewisse Neuerungssucht an den Tag legeund die gesamte Wissenschaft und Philosophie von Kopf bis zuFuß reformiren wolle. Ungefähr um dieselbe Zeit (1695)erkennt Bayle im Diktionär zwar an, daß seine ckanua linAuarumhinreiche, ihn unsterblich zu machen: yuauä Oomonias u auroitxabliö gns os livrs la, ii ss ssroit iiaraortalisö, urtheilt aber sonstabschätzig über ihn und bespöttelt seine Vorliebe für Weissagungen.43 Jahre nach Bayle erhebt Konrad Rieger in seinen „Böh-mischen Brüdern" seine Stimme für den letzten Bischof der Brüder-gemeinde und nimmt ihn mit warmen Worten in Schutz gegendas Verdammungsurtheil Derer, die dazu durch seine chiliastischenund prophetischen Bemühungen veranlaßt wurden. Diese Ver-irrungen des Komenius entschuldigt er mit der furchtbaren Nochder Zeit. Wer diese bedenke, der werde mit Komenius wegendieser Hoffnungen mehr Mitleid als Tadel haben.
Das ungünstige Urtheil, welches lange Zeit über Komenius
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