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Der Zeus-Typus in seiner Ausgestaltung durch Phidias
Entstehung
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ruhten die Querbalken der Pfeilerfüße wie eine Borte oder wieein friesartig ornamentirter Abschluß, und auf diesen Fries-balken standen vorn zu beiden Seiten der schmal zusammen-gestellten Füße des Gottes je vier Statuen, in denen die achtvon alters her in Olympia gebräuchlichen Kampfarten dargestelltwaren. Die drei übrigen Seiten des Friesbalkens waren miteiner Darstellung des Krieges der Griechen unter Herakles undTheseus gegen die Amazonen geschmückt, während in den Pfeiler-füßen selbst in der unteren Hälfte je zwei, in der oberen je vierSiegesgöttinnen dargestellt waren. Oberhalb dieser Sieges-göttinnen verbanden abermals Querbalken als die Schwingendes Sitzbrettes die Pfeilerfüße des Thrones, und an diesemfriesartigen Balken waren je rechts und links in Relief die vonApollon und Artemis erschossenen Kinder der Niobe dargestellt.Ferner hatte der Thron Armlehnen, und diese waren nach vorndurch Sphinxe gestützt, welche einen geraubten Thebanerknabenunter sich hielten, während auf den Pfosten der hoch hinauf-ragenden geraden Rücklehnen Horen und Grazien in fast gleicherHöhe mit dem Kopfe des Zeus standen. Die Füße des Schemelswaren durch liegende Löwen dargestellt, und seinen Rand schmückteeine Amazonenschlacht des Theseus. An der Basis endlich,welche wir uns als eine breite, niedrige Stufe denken müssen,über welche der Gott bequem würde herabsteigen können, wardie Geburt der Aphrodite aus dem Meere und ihre Begrüßungdurch die olympischen Götter gebildet, während an beiden Seitenwie im Ostgiebel des Parthenon hier die Mondgöttin hinab,dort der Sonnengott emportauchte, um anzuzeigen, daß mit derGeburt einer neuen Gottheit ein neuer himmlischer Tag beginne?

Man sieht schon bei dieser Beschreibung sofort, es war beidiesem Werke auf Reichthum und Pracht, auf eine glänzendeDarstellung des höchsten Gottes abgesehen. Darum die kolossaleGestalt, die Fülle edler Stoffe, das reiche Beiwerk, die vielfachen

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