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Wie es dem Götterköiüge geziemte, schuf Phidias ihn sitzendauf einem Thronsessel und zwar in einer Höhe von etwasechzig Fuß; und Pausanias fügt hinzu, daß, wenn der Gottvon seinem Throne sich aufrichtete, er mit seinem Kopfe durchdas Dach des Tempels hindurchfahren würde. In seiner Linkenhielt diese mächtige Gestalt das Scepter, in der Rechten einBild der Siegesgöttin, der Nike, und zwar so, daß diese demGotte selbst zugewendet war. Dadurch also wird Zeus hierals der sieggewinnende dargestellt, während er als der sieg-verleihende aufgefaßt wäre, wenn er die Nike so hielte, daß siedem anbetenden Beschauer zugewandt war. Die sichtbaren Theiledes Körpers, also Gesicht, Arme und Füße waren aus Elfenbeingebildet; das Scepter, mit dem Adler gekrönt, glänzte in buntemMetall; in die goldenen Locken des Hauptes war ein grünemaillirter Oelkranz eingedrückt; von Gold und mit Blumen-gewinden buntfarbig emaillirt war auch der Mantel, der denSchoß, bis zu den Knöcheln herabfallend, bedeckte und mit einembreiten Zipfel über die linke Schulter geschlagen war; von Goldwaren endlich auch die Sohlen, welche die auf einem Schemelruhenden Füße bekleideten.
Im Gegensatz zu dieser ruhigen Einfachheit, in der dieGestalt des Gottes erschien, war der Thron, auf dem der Gottfaß, mit einer überreichen Fülle von Bildwerken geschmückt.Vier pfeilerartige Füße, denen nach innen noch vier entsprechendeSäulen zu Hülfe kamen, bildeten die Träger des Sitzbrettes,auf welchem die gewaltige Last ruhte. In halber Höhe ver-banden Querriegel die Füße des Thrones, dessen untere Hälftemit gemauerten Schranken umschlossen war. Die vordere dieserSchranken war einfach blau gefärbt, um einen ruhigen Hinter-grund für den goldenen Mantel des Gottes zu bilden; dieübrigen waren von Phidias' Neffen, dem Maler Panänos, mitFigurenkompositionen geschmückt. Auf diesen Schranken also
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