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untergeordneten Darstellungen runder, halberhabener und ge-malter Gestalten. Der Beschauer ist in eine ganze, durch unddurch nach inneren Gesetzen konstruirte Welt versetzt. Wie Homermitten in das Gewühl der Wirklichkeit seine allegorischen Ge-stalten einführt, oder den Gang der Erzählung mit einem Bildeoder einer weisen Satzung unterbricht, so ist hier die Person desZeus mit allegorischen Figuren und symbolischen Andeutungenzu einer inneren poetischen Einheit verknüpft. Denn die malerischoptische Wirkung war nicht der einzige und letzte Zweck desreichen Schmuckwerkes. Die Bilder der Heroen und Viktorien,der Kampf gegen die Amazonen, der Tod der Niobiden, diekinderraubenden Sphinxe, der erste Kampf der Athener gegendie Barbaren; dann Aphrodite, die aus dem Schaum des Meeresauftaucht, und von Amor begrüßt, von der Peitho bekränztwird, „Thaten der Männer und Götter, so viel im Gesängeberühmt sind", all' diese Bilder, scheinbar nur darauf berechnet,die sinnliche Pracht und Größe eines erscheinenden Gottes zuverstärken, hatten zugleich die Bestimmung, seine Bedeutsamkeitzu erhöhen. In ihren mythischen, kosmographischen und selbstethischen Beziehungen war dem Beschauer eine unerschöpflicheQuelle der mannigfaltigsten Bilder und Ideen aufgeschlossen.Bei dem ersten Anblick von der kolossalen Masse des Ganzen ver-schlungen, entwirrte sie sich den Nähertretenden wie ein glänzendesChaos zur halben Welt des Weltbeherrschers. Denn innerlichmit dem Begriff des Zeus unzertrennlich verknüpft, äußerlichimmer wieder als die untergeordneten Theile eines größerenGanzen sich erweisend, erschien dieses Schmuckwerk nur als dievollständige Entwickelung einer einzigen Idee. Alles rundetesich in der Einbildungskraft des Beschauers zu einer kunstvollgegliederten Hymne, welche dann in der Illusion der Götter-erscheinung selbst zum höchsten poetischen Momente, zur un-mittelbaren Berührung des Göttlichen sich erhob?
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