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Die Szekler und Ungarn in Siebenbürgen
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Lebens der Szekler und Ungarn Siebenbürgens flüchtig geblättertund so manches Bekannte, aber auch manches bei uns Unbekanntein Sitte und Brauch dieser Völkerschaften des transsilvanischenHochlandes gefunden. Die zwölfte Stunde wird für die Volks-kunde auch in Siebenbürgen gar bald schlagen, und es ist diehöchste Zeit, auf diesem Gebiete eine Thätigkeit zu entfalten,die dem Forscher so manche goldene Frucht bringen wird. Dabeiist in erster Reihe nicht zu vergessen, daß so manche Problemeder Ethnologie bisher beiseite geschoben wurden, weil sie selbstNäherstehenden unauffällig oder gar gleichgültig waren. KeinWunder also, daß man sich nur mit oberflächlicher Kenntnißselbst solcher Punkte zu begnügen Pflegte, welche, wie unserAltmeister Ad. Bastian sich ausdrückt:zu wesentlichen Kern-und Lebensfragen sich gestalten, sobald das Studium in diedurch die Masse der Einzelheiten vorgelegten Aufgaben ernstlicheinzudringen beginnt". Besonders bei Rücksichtnahme auf denAberglauben gerieth man bei den Völkerschaften Siebenbürgensvon Anfang her in Widerspruch mit den übrigen Kardinalpunktenethnologischer Forschung, indem man die Offenbarung einerVolksseele" überall wahrnahm, aber nur in dieser Richtungnicht bemerken konnte oder wollte, indem man dabei die fürVölker, auf hoher Kulturstufe stehend, gültigen Aequivalente aufeine von überfeinerten Kulturergebnissen noch nicht oder nur zumTheil überfluthete Glaubenssphäre anwandte. Freilich bei denDeutungen solcher uralter Vorstellungen, auf denen auch derAberglaube fußt, und die zum Theil vielleicht so alt wie dasMenschengeschlecht sind, kann gar leicht mancher Jrrthum unter-laufen, wenn man bei Klärung idealistischer Fragen, die imVölkerleben von jeher als treibender Faktor gewogt haben, sichzu sehr auf Einzelheiten erstreckt. Nur da werden solcheDeutungen am zuverlässigsten sein, wo sie auf den Ursprungder Vorstellungen zurückgehen, wo eben die einfachsten Vor-

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