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Die Szekler und Ungarn in Siebenbürgen
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Thurmspitzen und anderen architektonischen Zierstücken überbaut,welche im Abendsonnenschein zauberhaft funkeln und mit hell-leuchtendem Schimmer übergossen sind. Die Konturen derniederen Ketten heben sich in dunkelgrauer Ferne auf dem Licht-grunde der dahinter emporragenden Schneegipfel haarscharf ab.Schwelgend in solchem Anblicke wähnt man sich in ein Märchen-land versetzt und glaubt von ferne das Lied des Meermädchensaus WebersOberon" zu hören. Und trotzdem hat es eineseltsame Fügung gewollt, daß Siebenbürgens Gebiet vergessenblieb von den Tausenden, die allsommerlich hinausziehen undsich jeden Winkel schöner Erde zu Freud und Genuß erobern.So blieben die Völkerschaften dieses Landes allein und ungestört,und die Sonne, die am Abend hinter den Waldbergen versank,sah niemals ins Gewühl neugieriger, drängender Menschenmassenherab. Selbst in das gewaltige Völkergetümmel, das dort zurZeit der Völkerwanderung gewogt haben mag, reicht die Fackelder Geschichte nicht, und die einzelnen Streiflichter, die in diesesGebiet fallen, sind wie der schwache Schimmer in tiefer Finsternißmehr geeignet zu verwirren, als aufzuklären. Aber über dieserGebirgswelt Siebenbürgens liegt doch der Zauber einer Vorzeit,der den farbenreichen Bildern der Natur überall unauslöschlicheFußstapfen aufgedrückt hat. Aus dem eintönigen Sausen uralterTannen und Eichen, in deren Dunkel Paläste und Burgenheidnischer Fürsten und christlicher Ritter begraben liegen, sprichthier der Geist der Geschichte von großen Tagen der Ver-gangenheit, und wer Ohr und Herz dafür hat, der wird, wenner auf den einsamen Waldwegen dahinwandelt, mit dem Dichtervernehmen, wiedem Wurzelknorren entrieselt uraltheiliger Sagen-quell". Und überall, sowohl in den fröhlichen Auen der Ungarn,als auch in den einsamen Gauen der Szekler und Rumänenoder ans dem gesegneten Boden der Sachsen finden sich nochNationaleigenthümlichkeiten, die weiterhin nach Westen in der

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