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Die thierische Eigenwärme und deren Erhaltung
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solchen, weil die innere Blutfülle einen betäubenden Druck aufdas Gehirn ausübt. Beides wird dann als-Müdigkeit-undSchläfrigkeit empfunden, und diese Gefühle können sich um somehr geltend machen, als die Külteempfindung schon sehr früheals Wirkung der Hautdurchkältung geschwunden ist. Wird aberdiesen Gefühlen nachgegeben und Ruhe und Schlaf gesucht,dann stellt sich dieser auch sehr bald ein, aber ein Erwachenaus demselben findet nicht mehr statt.

Man sollte erwarten und es ist auch eine allgemeineMeinung, daß ein solcher Erfrierungstod etwas höchst Peinlichesund Qualvolles sei. Dieses ist indessen keineswegs der Fall,wie die Erfahrungen der Nordpolfahrer lehren, von welchen nurdiejenigen des bekannten Polarforschers Kane^ angeführt seien,der seine und der Seinigen Gefühle und Zustände schildert ineinem Stadium, in welchem bei ihnen zu dem Erfrierungstodenichts mehr fehlte als das Niederlegen, um den verhängniß-vollen Schlaf zu suchen, so daß unter diesen Verhältnissen nurseine mit kräftigster Selbstüberwindung durchgeführten energischenMaßnahmen ihn selbst und seine Mannschaft retten konnten.Diese Erfahrungen machte Kaue auf einer Expedition von72 Stunden Dauer, welche er von seinem Standquartier ansunternahm. Das Thermometer zeigte in dieser Zeit anfangsminus 45 °C., dann minus 49° und zuletzt minus 20°, im Mittel4l°. Im Anfänge ging alles gut, aber etwa in der Mitteder Rückkehr fühlten alle plötzlich einen solchen Nachlaß ihrerKräfte, daß das mitgeführte Zelt schleunigst aufgeschlagen werdenmußte, um die Leute darin zu versorgen. Kaue selbst aber gingmit einem Begleiter weiter, um in einem auf der Hinreise alsZwischenstation für die Rückkehr aufgerichteten Zelte denEmpfang der Leute vorzubereiten, welche, nachdem sie sich er-holt hatten, Nachkommen sollten. Ueber diesen Marsch von etwadrei Wegstunden äußert sich Kaue:Ich kann nicht sagen, wie

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