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wenn die äußere Luft einen Temperaturgrad besitzt, welcher sehrverschieden ist von demjenigen der Eigenwärme des Blutes, dannmüssen die ungleichen Temperaturen sich auch ausgleichen. Daßdieses auch in Wirklichkeit geschieht, davon überzeugen wir unssehr leicht durch persönliche Erfahrung, wenn wir z. B. voreinem geöffneten Ofen einen Athemzug von überhitzter Luft ein-nehmen und deren Wärme bis in die Brust hinein empfinden.In höherem Grade aber werden wir darüber belehrt, wennwir an dem kühlen Abend eines warmen Sommertages tiefeinathmen und uns dann einer wohlthätigen Durchkühlung derganzen Brust erfreuen. In der Lunge erfährt also das Blutin gleicher Weise eine Wärmeentziehung wie in der äußerenHaut, und die dadurch gegebene Abkühlung des Blutes ist umso größer, je bedeutender der Kältegrad der in die Lunge ein-tretenden Luft ist. — Das Unangenehme des Einathmeus kalterLuft läßt sich aber bekanntlich leicht vermeiden, wenn mau dafürsorgt, daß man nur erwärmte Luft eümthmet; und dieses bringtman dadurch zu stände, daß man ein Tuch vor Nase und Mundhält, am besten ein recht locker gestricktes in mehrfacher Lage.Die ausgeathmete, in den Lungen erwärmte Luft durchdringtdas Gewebe, erwärmt dessen Fäden und bleibt zum Theil zwischendiesen zurück. Wenn dann bei dem Einathmen die äußere Luftdas Gewebe durchstreicht, dann erwärmt sie sich an dessen warmenFäden und vermengt sich niit der zwischen diesen liegenden warmenLuftschichte, und der in den Körper eintretende Luslstrom hatdadurch schon viel von seiner Kälte verloren. — Der sogenannte„Respirator", welchen man bei Lungen- und Kehlkopfkrankenvielfach angewendet sieht, leistet seine Dienste nach demselbenGrundsätze nur durch einen kleinen aus Metalldrähten gebildetenApparat, welcher vor dem Munde getragen wird.
Es ist nun von großem Interesse zu finden, daß in demBaue des Organismus Anordnungen sich vorfinden, welche nach
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