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Die thierische Eigenwärme und deren Erhaltung
Entstehung
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Hieraus ist schon leicht ersichtlich, welche große Ansprüche andie Widerstandsfähigkeit des Organismus niederen Temperaturengegenüber gemacht werden. Zwar hat er in seinen Funktionenauch nach dieser Seite hin die Mittel diesen Ansprüchen bis zueinem gewissen Grade zu genügen; dennoch aber muß derwichtigste Schutz hier immer durch die früher besprochenenäußeren Hülfsmittel gewährt werden, für die Thiere durch dasHaar- beziehungsweise Federkleid und Aufsuchen geschützter Orte,für den Menschen durch Kleidung und geheizte Räume.

Indessen steht der Organismus für sich allein den Angriffender Kälte gegenüber keineswegs vertheidigungslos da. Wie inder durchwärmten Haut die Gefäße erschlaffen und mehr Blutaufnehmen, so erfahren in der durchkälteten Haut die Gefäßeeine starke Zusammettziehung und Verengerung und nehmenweniger Blut in sich auf. Allerdings wird dadurch der Haut ihreWärmequelle beeinträchtigt und die Kälteempfindung wenigstensanfangs gesteigert; dagegen wird aber eine gewisse Menge vonBlut vor der Wärmeabgabe durch die Haut behütet und dafürgegen die inneren Organe gedrängt, welche dadurch den Vortheilgenießen, mehr Schutz gegen die Durchkültung zu finden.

In dem Inneren des Körpers ist übrigens das Blut vorden Angriffen der Kälte keineswegs gesichert, denn der Athmungs-prozeß führt stets etwa zwanzigmal in der Minute eine gewisseMenge äußerer Luft in die Lunge. In diesem Organ zirkulirtaber eine sehr bedeutende Blutmenge in außerordentlich engenNetzen ganz dicht unter der Oberfläche seiner Luftkanäle, so daßLuft und Blut sich gegenseitig leicht beeinflussen können. Diesesist ja auch der Zweck der Lunge; denn in ihr soll ein Gas-austausch zwischen Luft und Blut in der Weise stattfinden, daßdas Blut aus der Luft deren Sauerstoff entnimmt und dagegenKohlensäure an dieselbe abgiebt. Hierauf kann sich aber dergegenseitige Einfluß von Luft und Blut nicht beschränken, denn

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